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Jehrt Liebi

Die Attribute Gottes, an die der Christ glaubt, sind für den menschlichen Verstand schwer zu erkennen. Es ist gut, wenn er das freimütig zu- gibt. Die Schwierigkeiten wechseln ab. Am mei- sten handelt es sich wohl um die Allmacht und um die Liebe. Gewisse Tatsachen weltlichen Sehens und Erkennens müssen freilich in ihrer analogischen Anwendung recht vorsichtig machen. In einer dunklen Kammer eingesperrt, sche ich die sonnengebadete Welt nicht. Auf einer Anhöhe erblicke ich Dinge, an denen ich in der Ebene zweifelte. Meine natürliche Erkenntnis wächst und reift, ich gewinne mit der Zeit Einsichten, und so weiter. Warum sollte also nicht einer, der besser ist, begnadeter, im Glauben an die Allmacht we- niger Schwierigkeit haben?

Hüte dich vor den leichtsinnigen und gewalttäti- gen Vereinfachern im Theoretischen und im Prak- tischen. Sie schaffen schließlich die heilloseste Ver- wirrung. Wer etwas ausläßt, schafft rettung losere Unordnung, als wer die Dinge nur unter- einanderbringt.

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Der Glaube an eine Macht des Bösen, an den Teufel, an den»Fürsten dieser Welt«, ist in-den letzten Jahrhunderten stark zurückgegangen. Das ist für manche verkehrte Erscheinungsform dieses Glaubens ein Heilmittel, aber ein bedenkliches, denn es führt die Menschen mit Notwendigkeit in eine falsche Weltanschauung. Der Zustand dieser Welt ist ohne das Böse, und zwar dessen Macht, gar nicht zu verstehn. Auch unter die Christen hat sich diese gefährliche Auffassung, auf einer Auslassung beruhend, geschlichen. Das

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