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Böse wird zurückgedrängt in die» Natur«, in das » Komische«[ ein Krieg etwa ist ein komisches Ereignis], in das» Dämonische« als Naturgewalt diesseits von Gut und Böse, und verflüchtigt sich dort. Dann ruht der Zustand dieser Welt auf der Allmacht eines alliebenden Gottes und auf der Erbsünde und der Sünde des Menschen. Das ist keine Basis, hier wird der Mensch überschätzt. Er hat gar nicht die Macht dazu, die Welt so zu entstellen, wie sie ist. Ein Mensch, dem ein sol­cher Glaube, der gewiß nicht der christliche ist, beigebracht würde, könnte bei schärferem Nach­denken mit Recht abfallen, oder seine Seele würde krank. Er müßte Gott entweder für ohnmächtig halten oder für lieblos. Von Gut und Böse kommt der Mensch nicht los, auch nicht durch die stärkste ein Rest Verflüchtigung oder Verwässerung bleibt, auch noch in der Degradierung des Guten und Bösen zum Nützlichen und Unnützlichen.

Die schroffste Leugnung der Erlösungsbedürftig­keit dieser Welt scheint mir in dem Satz zu lie­gen von der» ewigen Wiederkehr des Gleichen< Logisch ist das eine phantastische Verirrung des Verstandes, da die Dinge offensichtlich eher auf das Gegenteil weisen. Theologisch ist es eine ab­solute Gottesferne, in der alles sich verkehrt. In dieser Sphäre ist nicht zu diskutieren.

Welches Maß an Korruption oder falschen Prin­zipien die Völker aushalten, bis es zur Kata­strophe führt, und auch wie lange sie es aushalten, gehört zu den schwierigsten Bestimmungen. Im allgemeinen dauert es länger, als man meint. Ver gleiche mit individuellen und familiären Erfah

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