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lungen ſo ſehr ſträubt, da man doch die Nothwen- digkeit der göttlichen einräumen muſs? Wenig- ſtens kann die Unterſcheidung zwiſchen phyfiſcher und moraliſcher Nothwendigkeit dieſes nicht rechtfertigen; denn es iſt hier immer von Noth- wendigkeit überhaupt, als Gegenſatz von Grund und Geſetzloſigkeit die Rede. Man ſehe oben. Ich könte nunmehr hier meine Abhandlung über die Freyheit beſchlieſsen, und die weitere Anwendung des Geſagten auf moraliſche Freyheit nach dem Leitfaden der 2ten Tabelle einem jeden aufmerkſamen Leſer des bisherigen ſelbſt über- laſſen; allein vielleicht finden ſich auch unter dieſen mehrere, die wenigſtens eine nähere Aus- einanderſetzung, der in der aten Tabelle ange- führten fataliſtiſchen Theorien wünſchen, und für dieſe ſey alſo noch dieſer kleine Anhang be- ſtimt. Dem groben Materialiſten iſt alles nur Compoſition und Pecompoſition der Materie. Auch der Menſch mit allen ſeinen Vorſtellungen, Be- gehrungen und Handlungen, iſt ein Werk dieſer Materie, entfteht, lebt und vergeht nach den Be- wegungsgeſetzen derſelben. Leucipp war nach dem Zeugniſs der philoſophiſchen Geſchichte der erſte, der dieſen materiellen Mechanismus oder Fatalismus behauptete. Pemocrit und Fpicur ſuchten ihn nach der Zeit noch mehr zu verfei- nern,


