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Skeptische Betrachtungen über die Freyheit des Willens mit Hinsicht auf die neuesten Theorien über dieselbe / von Leonhard Creuzer ; [Verfasser des Vorworts: Carl Christian Erhard Schmid]
Entstehung
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ſind, wo alſo, wenn Handlungen erfolgen, es gleichgültige ſind, welche weder moraliſches Verdienſt noch moraliſche Schuld haben.

Allein, welche ſind dieſe Zuſtände, wo Ge- brauch der Freyheit nicht mehr gedenkbar iſt?*) Pas empiriſche Bewuſstſeyn und dies verſteht doch wohl Rez. hier unter Erfahrung führt uns auf finnlich oder auch vernünftig beſtimte Maturnothwendigkeit jeder Handlung, aber es zeigt uns keinesweges, daſs Gebrauch der Frey- heit dabey gar nicht mehr gedenkbar ſey. Die lo- giſche Möglichkeit der nicht geſchehenen Hand- lung bleibt, die Nichtübereinſtimmung der wirk- lich geſchehenen mit dem Geſetz bleibt nicht min- der, und folglich iſt auch das Verwerffungsur- theil, ſobald ſie darauf bezogen wird, unvermeid-

liche

*) Re?. hat doch wohl ſchwerlich damit behaupten wollen, dafs es Zuſtände gähe, wo unſer inreligiz⸗ les Freyheitsvermögen durch ſinnliche Urſachen in ſei- ner Wirkſamkeit gehindert werde? Hat er aber da- bey an überſinnliche Gründe gedacht, ſo wäre er ja im weſentlichen mit Schmid einig, und unterſchiede ſich nur dadurch von ihm, daſs er die Fälle, wo die Freyheit eingeſchränkt oder in ihrer Wirkſamkeit gebindert wird, undeſtimmt gelaſſen, und das Ur- theil darüber einertröglichen Erfahrung eingeräumt hätte.