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Skeptische Betrachtungen über die Freyheit des Willens mit Hinsicht auf die neuesten Theorien über dieselbe / von Leonhard Creuzer ; [Verfasser des Vorworts: Carl Christian Erhard Schmid]
Entstehung
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müſsten wir auch a priori wiſſen, was das intelli- gible Ich als Ping an ſich iſt. Allein als Ding an ſich, iſt das eine wie das andre für uns völlig= x. Nur als Noumena, d. h. nur in Beziehung auf Er- ſcheinungen können wir uns beyde denken. In- wiefern wir nun aber Freyheit in dieſer Bezie- hung denken, ſo iſt es

1) logiſch möglich, daſßs ſie durch die an- dern Erſcheinungen zum Grunde liegende Dinge, an ſich in ihrer Wirkſamkeit eingeſchränkt wird.

2) iſt eine ſolche Einſchränkung wahrſchein- lich, wenn man erwägt, daſs aller Stoff zu un- ſern Handlungen uns, ſo wie jedem endlichen Weſen gegeben werden muſs, und daſs folglich aie ganze Sphäre unſrer Wirkſamkeit nicht von uns ſelbſt abhängt;

3) was insbeſondere moraliſche Freyheit be- trift, ſo müſſen wir dieſen nicht nur problema- tiſchen(logiſch möglichen), ſondern auch wahr- ſcheinlichen Gedanken aſſertoriſch denken, weil wir ſonſt der Grundloſigkeit, d. h. der theoreti- ſchen Vernunftloſigkeit bey Erklärung der nicht- ſittlichen und unſittlichen Handlungen ſchlech- terdings nicht ausweichen könnten. Räumt man die Wirklichkeit dieſer Handlungen ein, ſo iſt ein unumſchränktes Vermögen der Vernunft auf alle wahrnehmbaren Handlungen eines vernünftig ſinn-

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