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Skeptische Betrachtungen über die Freyheit des Willens mit Hinsicht auf die neuesten Theorien über dieselbe / von Leonhard Creuzer ; [Verfasser des Vorworts: Carl Christian Erhard Schmid]
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leder, der dieſe Abhandlung mit Unbefan- genheit geleſen und durchdacht hat, wird gewiſs einſchen, dafs es ſehr am unrechten Ort ſeyn würde, wenn ich hier zwiſchen Pelagianern und Auguſtinianern den Schiedsrichter machen, oder gar mich auf die Spitzfündigkeiten ſpãterer Scho- laſtiker einlaſſen wollte. Den tradux animae und tradux peccati, desgleichen die gratiam internam efficacem invincibilem des Auguſtin, überlaſſe ich eben ſo wie die gratiam creationis, legis, Chriſti baptismi et ſp. S. des Pelagius, dem Hiſtoriker, und bemerke hier nur, daſs in dem ganzen N. T. nichts von metaphyſiſcher Freyheit vorkommt, und daſs ſelbſt die praktiſche Freyheit darin vorausgeſetzt wird. Unter den vielen Stellen, die ich zum Be- weis für dieſe Behauptung anführen könnte, nur folgende Matth. 5, 8. 29. u. 30. Gal.§5, 24. Röm. 6, 12 23. Ueberhaupt wird jeder, der mit dem Geiſt der Seelenlehre Ieſu nur einigermaſsen vertraut iſt, gar bald finden, wie ſehr ſie auch in Rückſicht auf Freyheit mit der reinen Sittenlehre der Vernunft übereinſtimmt. Man f. Ioh. Wilh. Schmid über den Geiſt der Sittenlehre Ieſu und ſeiner Apoſtel. Iena 1790. 8.

Was nun die Kategorien der Nothwendigkeit betrift, ſo ſind ſowohl die theoretiſch als auch die praktiſch nothwendigen Gründe für die Freyheit,

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