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Skeptische Betrachtungen über die Freyheit des Willens mit Hinsicht auf die neuesten Theorien über dieselbe / von Leonhard Creuzer ; [Verfasser des Vorworts: Carl Christian Erhard Schmid]
Entstehung
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223
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223 Antwort auf dieſe Frage, als: weil wir Menſchen ſind; und dieſe Antwort hat hier wiederum kei- nen andern Sinn, als weil wir das Uebergewicht der Vernunft über unſere übrigen Seelenkräfte fühlen, weil wir durch ein Faktum unſeres Be- wuſstſeyns uns gezwungen fühlen, ſie als die- nigin unſeres Geiſtes anzuerkennen, wenn ſie gleich in der Erſcheinung dieſen Rang durch eine wirk- liche Herrſchaft nicht immer zu behaupten ver- mag. Jenes Faktum aber iſt fo feſt in den letz- ten Tiefen unſers Geiſtes gegründet, daſs wir [ogar die Frage: warum wir der Vernunft fol- gen follen? ungereimt finden würden. Auch würden wir nicht leicht eine andre Antwort dar- auf zu geben wiſſen, als weil ſie Vernunft iſt, überzeugt, daſs ſie fich jedem von ſelbſt ſchon⸗ als die rechtmäſsige Königin feines Geiſtes ankün- digen werde.*) Wollte man aber, um mich ju- riſtiſch chen nach und nach ſchwächer, oder mit jenen Ur. theilen des Verſtandes übereinſtimmender werden könne; daſs der Lauf, die Abſonderung der Säfte felbſt die allgemeine Uebermacht des denkenden und geiſtigen Weſens fühle. Garve zum 2ten B.

des Cicero 62. *) Im Grunde iſt dies auch die nemliche Antwot, die ſehon Plato in der oben angeführten Ftelle gibt,

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