aufzubleiben und zu ſtudixen, ein klein wenig Rolmſaft, ohne daſs er es weiſs. In kurzem wird ihm einfallen, du könnteſt doch lieber morgen thun, was du dieſe Macht thun wollteſt. Doch will er noch immer aufbleiben und ſucht ſich zu über- winden. Aber kaum iſt eine Viertelſtunde ver- gangen, ſo eilt er nach dem Bette und ãndert ſei- nen Entſchluſs. Gehe hin und frage ihn ob er gezwungen zu Bette gehe? Nein, wird er fagen, es gefallt mir ſo. Pr wird hinzuſetzen, daß er ſeine Freyheit hier recht mit Hãnden greiffe, in- dem er die Ruhe eben ſo willig als er vor- her aufzubleiben ſich freywillig entſchloſſen hätte. Pann nichts ſey der Freyheit anſtändiger, als ſei- nen Entſchluſs zu ändern. Räumt man nun hier, Fährt Hommel fort, eine Täuſchung ein, warum nicht in allen andern Fällen? Hier iſt es der Mohn- ſaft, der den Willen beſtimmt, bey dem Geld- geiz, Hochmuth und der Wolluſt ſind es andere Säkte. Jedweder Menſch glaubt frey 2u handeln, weil ihm ſo wie jenem, der des Nachts ſtudiren wollte, nicht beruſtt iſt; dafs die Natur ihm dieſe
Säfte eingegeben.
Schon Baile gebraucht ohngefähr das nem- liche Raiſonnement, nur iſt er minder entſchei- dend als Hommel.
Diſons


