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Skeptische Betrachtungen über die Freyheit des Willens mit Hinsicht auf die neuesten Theorien über dieselbe / von Leonhard Creuzer ; [Verfasser des Vorworts: Carl Christian Erhard Schmid]
Entstehung
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die dem Zwang nicht umterworfene Natur eines Weſens.

Der frühere finnliche Menſch, dem wir fo wie jedes andre Volk der Erde gröſstentheils die Erfindung der Sprache verdanken, hat beynah für alle nicht in die Sinne fallende Gegenſtände, auf die ihn ſein denkender Geiſt bey ſeiner allmähligen Fntwickelung hintührt, nur verneinende Aus drücke. Er vergleicht ſolche Gegenſtände mit den ſinnli⸗ chen Erſcheiuungen, und bemerkt, daßs ſie unter dieſe Klaſſe nicht gehören. Auf dieſem Wege ent- ſtand nun auch der Ausdruck Freyheit. Sobald nur die Vernunft ſich zu einem gewiſſen Grade entwickelt hatte, begann der Menſch ſich als ein über die finnliche Natur erhabenes, vom Natur- zwang unabhängiges Weſen, 2u fühlen. Dies Gefühl aber ward dann erſt lebhaft in feiner Seele, wenn äufſerer Zwang ihn an der Prreichung eines vorgeſetzten Zweckes hinderte. Pr kämpfte mit den ihm entgegenſtehenden Hinderniſſen, über- wand ſie, und— fühlte fich frez, d. h. unabhän⸗ gig von fremdem Zwang und Gewalt. Nicht Spe- kulation, ſondern Handeln führte ihn alſo auf die Idee der Freyheit. Spekulation nahm den Faden viel ſpäter auf, und führte ihn dann erſt weiter. Der verneinende Ausdruck Freyheit war einmal gefunden, und ſie hehielt ihn bey. Sie konnte

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