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bellen irgend eine Theorie über die Freyheit ver- miſſen wérde. Fher beſorge ich, daſs man mir den Vorwurf machen werde, Theorien aufgeſtellt zu haben, die noch kein bisheriger Philoſoph be-
hauptet hat.—
Allein wenn auch dieſe Beſchuldigung, wor- an ich jedoch ſehr zweifle, gegründet ſeyn ſollte, ſo glaube ich doch nicht, daßs ſie mir zum Vor- wurf gereichen könne. Denn in einer vollſtãndi- gen Tafel aller Freyheitstheorien, inwiefern ſie a priori aufgeſtellt werden ſoll, gehören allerdings zuch diejenigen Theorien, die die Vernunft bey einer geſetzmäſsigen und konſequenten Wirkſam- keit ihres Vermögens noch gefunden haben würde. Obgleich meine ganze Unterſuchung ſich haupt- Lichlich auf moraliſche Freyheit bezieht, ſo ver- ſteht ſichs jedoch von ſelbſt, daſs ich erſt von me- ꝛapuſiſther Freyheit handeln müſſe, ſo weit ſie ſich von der erſtern abgeſondert betrachten läſst. Daſs aber bey einer Unterſuchung, wie die vorlie- gende iſt, keine von der andern ganz ſich abſon- dern laſſe, davon kann man ſich ſchon bey einer flächtigen Anſicht der erſten Tafel überzeugen.
Das Wort Freyheit iſt eigentlich ein Ver- neinungsausdruck und heiſst nichts anders, als C 4 die


