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riſſen, die wir miſsbilligen? Wir ſträuben uns gegen die Gewalt, die uns wider unſern Willen fortzureiſſen droht, wir bieten vielleicht alle un- ſere Kräfte zum Widerſtand auf, umſonſt! wir erliegen dem Kampfe mit uns ſelbft, und die Handlung— iſt geſchehen. Aber können wir eine ſolche Handlung für frey erklären?*) Müſf- ſen wir gleich, fobald wir an das reine heilige Sittengeſetz denken, das Verwerfungsurtheil darũber ausſprechen, ſo können wir ſie uns we- nigſtens nicht zurechnen. Machten wir uns viel- leicht auch etwa im Zuſtand des Affekts, wo wir nicht weiter denken, Vorwürfe darüber, ſo ſpre- chen wir uns doch gewifs, fobald der Affekt vor⸗
über iſt, im Ganzen frey.
Poch nicht im leidenſchaftlichen Zuſtand allein drängt ſich uns das Gefühl der Abhängig- keit auf, oft überraſcht es uns auch in der ruhig- ſten leidenſchaftloſeſten Stimmung und gar nicht als Folge eines vorhergegangenen Raiſonnements, ſondern ganz als unmittelbares Bewuſstſeyn. Man frage nur den gemeinen Mann, der nie et- was weder von Determinismus noch Indetermi- nismus hörte, ob er von der unbedingren Frey-
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*)—— 7% Joun irtez sepet ſagt dort Agamemnon
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