„ſich ſelbſt(als einen Theil der Sinnenwelt) er⸗ „hebt, was ihn an eine Ordnung der Dinge „kKnüpft, die nur der Verſtand denken kann— „— nichts anders als die Perſönlichkeit, d. i. „Freyheit und Unabhängigkeit von dem Mecha- „nism der ganzen Matur u. f. w.
Dieſe Idee von Freyheit iſt nun, wie dies jedem von ſelbſt in die Augen ſpringen muſs, ſo wenig aus der Erfahrung geſchöpft, daſs ſie ihr vielmehr widerſpricht. Denn die Erfahrung kann uns nichts allgemeines, nichts nothwendiges, nichts von ihren eigenen Geſetzen unabhängiges liefern. Sie iſt ein Produkt der Vernunft, durch eine geſetzmäſoige, konſequente Wirkſamkeit ih- res Vermögens, auf eine uns unbegreifliche Weiſe gebildet, ein Faktum derſelben, das uns unmit- telbar mit dem Selbſtbewuſstſeyn unſerer ver- nünftigen und ſinnlichen Natur gegeben iſt, und worauf ſich alle Zurechnung, Selbſtzufriedenlreit, Reue, kurz alle billigende und tadelnde Urtheile und Gefühle über unſere und anderer Menſchen
Handlungen gründen.
guf den allenfalſigen Einwurf, daſs das Be- wuſstſeyn der Freyheit ungeachtet ſeiner Angebo- renheit und Unvertilgbarkeit dennoch uns täu-
ſchen könne, darf ich mich hier noch nicht ein- laſſen


