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„nicht droheſt, was natürliche Abneigung im Ge- „müthe erregte und ſchrekte, um den Willen zu „bewegen, ſondern blos ein Geſetz aufſtelleſt, „welches von ſelbſt im Gemüthe Fingang findet, „und doch fich felbſt wider Willen Verehrung „(wenn gleich nicht immer Befolgung) erwirbt, „vor dem alle Neigungen verſtummen, wenn ſie „gleich insgeheim ihm entgegen wirken, welches „iſt der deiner würdige Urſprung, und wo findet „man die Wurzel deiner edlen Abkunft, welche „alle Verwandſchaft mit Neigungen ſtolz aus- „ſchlägt, und von welcher Wurzel abzuſtammen „die unnachlaſsliche Bedingung desjenigen Werths „iſt, den ſich Menſchen allein felbſt geben kön- „nen? Fs kann nichts minderes ſeyn, ffährt er „gleich darauf fort, als was den Menſchen über
ſich
Und reizendem Gewinn das niedere Gefühl
Für ihre Herrſchaft mich mit füſsem Zwang beſte- chen,—
Die Tugend an der Sinnlichkeit zu rächen
Mit der Vernunft Minervaſchild
Bedekt des Gegners Rieſenbild
Mit kühnem Muthe zu beſiegen,
Dies iſt das groſse Aufgebot an euch
Ihr Bürger in dem Fittenreich.
Hoch über Welten flammt in ſonnenhellen Zügen,
Hell wie es euch im eignen Buſen ſpricht
Das richtende Geſetz der Pflicht.


