vrIx Vorrede,
Vielleicht entſchuldigen mich einige Ver⸗ hältniſſe, worinn ich mit dem Verfaſſer ſtehe, wenn ich auch ein paar Worte über denjeni- gen Theil ſeines Buchs hinzufüge, worinn er ſich mit derjenigen Vorſtellungsart der Freyheitstheo⸗ rie beſchäftigt, die ich in meinem Verſuch einer
Moralphilo ſophie erklärt hahe.
Dieſe Theorie hat nun, wie jede Freyheits- lehre, zwey Seiten, eine ſpekulative und eine
Praktifche.
Faſt alle bisherige Freyheitslehren, die Herr Creuzer von der praktiſchen Seite gut ſudet, ſcheinen ihm in ſpekulativer Hinſicht unbefriedigend, und umgekehrt. Die meinige hat das Schickſal betroffen, daſs ſie in dieſem Buche aus dem ſpekulativen Geſichtspunkte mit eben ſo viel Güte in Schätz genommen; als in Praktiſcher Bezichung mit unerbittlicher Strenge weggewieſen worden iſt. Fs wird ihr ſogar das Kergſte nachgeſagt, was ſich nur von ihr denken
und


