Vorrede. vn
ßeweiſs einer gar unrühmlichen Unkunde der gegenwärtigen Lage der Dinge, genommen
werden.
Dem Verfaſſer gegenwärtiger Schrift, der qarinn verſchiedene Gründe vorträgt, weswe⸗ gen er noch keine bisher bekannte Philoſophie über die Freyheit des Willens für völlig erſchö- plend und befriedigend halten kann, werden— gaher vermuthlich einige Zeitgenofſen von der oben beſchriebenen Gemüthsſtimmung auf gute Art zu verſtehen geben: er habe ſich mit ſeinen ſkeptiſchen Betrachtungen eine ſehr undankbare Mühe gegeben, und es wäre wegen des Fleiſses und der Fähigkeiten, die man übrigens dem Ver- kaſſer nicht geradezu abſprechen wolle, doch würklich ſchade, daſs dieſs Produkt um etwan ein Iahrzehend zu ſpät erſchienen wäre, um ſich eine
günſtige Aufnahme zu verſprechen.
Indeſs fehlt mir es doch aueh nicht an Grün- den, die mich eine beſſere Hofnung für dieſe
ſeptilche Unterſuchung hegen laſſen. Viel-


