Nebenangelegenheit bedeutet, wollen Sie bitte dus der Abschrift eines Aufsatzes ersehen, den ich mir beizufögen gestatte. Er ist in der österreichischen Zeitschrift„Freude an Böchern“ erschienen. Der Beitrag wird wahrscheinlich auch in der Zeitschrift„Die Deutsche Berufs- und Fach— schule herduskommen. Dies scheint mir ein Beweis daför z9 sein, daß dauch in den Bereichen der gonz sachgebunde- nen Proxis der Mangel an Phantasie allmählich als bedroh-— lich empfunden wird.
PROF. DR. G. F. HARTLAUB, HEIDELBERG
lch habe das Memorandum genau gelesen und mich in die sehr glöcklich gewählten Zitate und Hinweise vertieft. lch mößte meine eigene Lebensarbeit verleugnen, wenn ich Ihnen nicht freudig zustimmte. Das UÜbel, von dem Sie dos— gehen, sitzt jo tief und es fragt sich, wieweit man ihm an-— gesichts unserer gesamten Koltorsitudtion öberhaupt bei- kommen kann. Erzieherische Maßnahmen, so wenig sie auch hinreichen, sind doch das einzige, was von unserem freien Willen abhängt. Infolgedessen ist Ihr Wönsch, der Kunstonterricht(Kunstbefrachtung und Zeichnen) möchte bis zur höchsten Schulstufe weitergeföhrt werden, und zwar mindestens mit zwei Wochenstunden, unbedingt zu bejahen ond zu unterstötzen. Ich möchte behaupfen, daß ein Kunst- onterricht- falls er von der geeigneten Persönlichkeit ge- leitet wird- demjenigen Menschen in seinen reiferen Jah- ren, also während und nach der Pubertöt, in der Vor-— stufe des Erwachsenenseins, sogar nötiger ist als in der eigentlichen Kinderzeit, denn in dieser bewahrt der Mensch noch eine gewisse nachtwandlerische Sicherheit, die ihm spöter in den Übergangsjahren zum Erwachsenensein und zum Berof dorchaus dbgeht.
DR. WALITER PASSARGE
Direktor der Kunsthalle Mannheim
lch onterschreibe voll und ganz den lInhalt Ihres Antrages. Die mosische Erziehung wird duf den deutschen Schulen in einer nicht mehr zu verantwortenden Weise vernachlässigt. Es möoß daher alles geschehen, um ihr wieder den Raum z9 verschaffen, der ihr zukommt. M. E. sind zwei Stunden in der Woche daför zu wenig; um so unverständlicher sind daher die Bestrebungen, den Kunstonterricht dof eine Stuonde zu beschränken. Ich wönsche lhren Bestrebungen von Herzen den besten Erfolg.
PROF. HANS MEITTEL
Direktor der Städelschole, Staatlichen Hochschule för Bildende Könste, Frankfurt d. M.
För die UÜbersendung Ihres Antrages vom 8. Februdr an die Ständige Konferenz der Kultusminister danke ich lhnen. Auf allen Direktorenkonferenzen der Kunsthochschoölen worde dieses Anliegen der deutschen Kunsterzieher in besonderen Schreiben jedesmal der Ständigen Konferenz der Kultusminister dringend zur Beröcksichtigung emp- fohlen, bisher leider ohne föühlbaren Erfolg, Ich wönsche Ihnen, daß Sie den erstrebten Erfolg erzielen und werde mich, soweit es an mir liegt, gerne öberall befürwortend außern.
JOHANNES IITTEN
Direktor des Kunstgewerbemuseums Zörich
Die Erweiterung des möusischen Unterrichts ond ein grönd- licher Aufbau dieses ganzen Komplexes an den unteren
ond oberen Schulen sind einfach eine Lebensnotwendigkeit geworden. Die Verlotterung der Anschauungsföhigkeit, die durch den Film und besonders nun durch das Fernsehen in beängstigender Weise um sich greift, moß dorch Gegen— maßnahmen innerhalb der Schulprogramme aufgehalten werden.
PROfF. DR. A. HOFF
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Werkkunstschulen, Köln
Ihre Eingabe an die Koſtusminister-Konferenz begröße ich als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Werkkunst-— schulen und beförworte sie sehr.
DR. AlFRED HENTZEN
Direktor des Kestner-Museums Hannover
Die in dem Memorandum angeschnittenen Fragen sind von der größten Bedeutung för die Erziehung der deufschen Jogend, und ich wönsche Ihnen, daß Ihre Bemöhungen vollen Erfolg haben.
PROF. ERICH HVILLA
Direktor der Hochschule för internationale pädagogische Forschung
Zo dem Memorandum kann ich als meine persönliche Stel- longnahme nöor sagen, daß ich ihm in vollem Umfang bei— pflichte.
Figurengruppe- Vtong-Baustein(Oberstofe)
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PROF. DR. MEVY


