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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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ſtes und die beſſern Geſinnungen ſtreitet; und wie ſehr werde ich ſtets auf meiner Hut ſeyn muͤſſen, nicht zu neuen Fehltritten und Verirrungen hingefuͤhrt, nicht in Traͤgheit und Kaltſinn gkeit eingeſchlaͤfert, und

in Saͤnde zu fallen.

nicht auf die Wege der Suͤnden verleitet zu werden.

Ich lebe wieder in der Welt, worin es mir an Ge⸗ legenheit, Reizungen und Verſuchungen zur Suͤnde nicht fehlen wird. Freuden und Leiden koͤnnen mir gleich gefaͤhrliche Klippen werden, woran meine Tu⸗ gend ſcheitert. Es giebt immer neue Verhaͤltniſſe, die mich auf Abwege bringen koͤnnen, und das Leben geht unter lauter Gefahren dahin. Nur durch ſtete Wachſamkeit und Wahrnehmung meiner ſelbſt, durch Unterdruͤckung und Beſiegung der erſten unordentli⸗ chen Regungen, durch ſtete Staͤrkung in Gott, durch Gebet und Unterhaltung mit ihm kann ich ſicher auf dem Wege des Heils fortgehen. O wie wuͤrde ich meine Geneſung zu beſeufzen haben, wenn ich leben ſollte, um mein Gewiſſen zu beflecken, und die Gna⸗ de Gottes zu verſcherzen. Wie unendlich beſſer waͤre es dann, wenn ich meine Wallfahrt bey meiner Krank⸗ heit beſchloſſen, und mein Ziel erreicht haͤtte. Vor⸗ ſichtig will ich denn meinen Weg fortſetzen. Ich will ſtets meine Gefahren uͤberſehen, und den Verluſt be⸗ rechnen, den mir die Kaͤlte in dem Geſchaͤfte meiner Seligkeit und meine Abweichung von dem Geſetz mei⸗ nes Gottes zuziehen wuͤrde. Dieß ſoll mich deſto ernſtlicher machen, meine uͤbrigen Tage auszukaufen. Gottlob! daß mich die Gnade meines Gottes ſtark genug macht, gegen alle Verſuchungen der Welt und meines Herzens, feſte und unerſchuͤttert zu ſtehen. Der, welcher in mir iſt, iſt maͤchtiger als der, der in der Welt iſt: und mit der Gotteskraft, die ich von meinem Erloͤſer habe, werde ich Glauben und gut Gewiſſen bewahren bis an den Tag meiner Slbſung,