Ueber
das Leben, die Leibes⸗ und Gemuͤths⸗ Beſchaffenheit und die ſchriftſtelleriſchen Verdienſte
des ſeligen D. Ouvriers.
—
G er vor nicht gar einem Jahr zur Ruhe ein⸗ gegangene D. Ludwig Benjamin Oyorier war den 7. Mai 1735. zu Prenzlau, in der Ucker⸗ mark gebohren. Sein Vater*) ließ ihn bis in das 18te Jahr in der nach des Seeligen Beſchreibung damahls nicht zum Beſten beſchaffen geweſenen Schule des Orts, oder Lyceum, unterrichten, von wo aus er dann die Univerſitaͤt Halle bezog, und das theologiſche Studium ergriff. Weber, Eber⸗ hard, Lange, Michgelis, Kalenberg, Knapp und Baumgarten waren ſeine Lehrer in den philoſophi⸗ ſchen, mathematiſchen und theologiſchen Wiſſen⸗ ſchaften. Knapp, von dem man damahls ſagte, daß ſo wie Baumgarten der gelehrteſte, alſo er der ſroͤmmſte, unter den daſigen beruͤhmten Lehrern ſei, nahm ihn in ſein Haus, und half durch ſeinen Umgang und taͤglich gehaltene Betſtunden, die ſchon auf die Univerſitaͤt mitgebrachte Religioſitaͤr 4 2 in
*) Zur Ermunterung fuͤr junge Leute von geringem Her⸗ kommen und Vermoͤgen bemerke ich hier, daß der Vater des Seeligen ein Klempner oder Blechſchmidt zu gedachtem Prenzlau war, wo en auch im Jahr 1784 als Stadt Aelteſter, gerade 84 Jahre alt geſtor⸗ ben iſt. Deſſen Vater war Prediger zu Hohen⸗ und Nieder⸗Landen im Brandenburgiſchen; und der Großvater ein Franzoͤſiſcher Moͤnch, der die Evange⸗
liſch⸗Lutheriſche Religion angenommen, und eine
Pfarrſtelle zu Elſter bei Wittenberg erlangt hatte.
—
——
““ ——* 8 8““— 4 4... 24—* *—“ 4„„* 4—* 85 — 8 4 3 88
——


