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und der taͤglichen Heiligung. 387 Gieb mir Gelegenheit, dich, Herr, zu preiſen,
Und daß ich dein ſey, andern zu beweiſen:
Laß denn auch mich, weils ſchwer iſt, nicht verweilen, Sie zu ereilen. 4
Daß ich im traͤgen Schlummer eitler Traͤume Die edle Zeit der Ausſaat nicht verſäume, Daß ich ſie mir zum ewigen Beſitze
Mit Eifer nütze,
Ich weiß, daß dein Gebot enſchloßnen Eifer heiſche. Drum gieb, daß mich der Freiheit Wahn nicht tauſche; Als fehl es mir zu goͤttlichen Geſchaͤften An Zeit und Kraften.
Niein, laß mich ſtandhaft, laß mich muthig ringen, Schnell naͤher zu dem Ziele fortzudringen;
Daß meinen Glauben ich zu deinem Preiſe
Der Welt beweiſe.
Daß ich des Laſters Täuſchung mich entziehe, Schnell, wo Gefahr zu fallen droht, entfliehe Und muß ich ſtreiten für der Zukunft Freude, Treu kaͤmpf und leide.
Mich reize nur des guten Beyſpiels Nuͤhrung Und nie des Beyſpiels ſchimmernde Verfuͤhrung; Daß ich, der ich allein dir angehoͤre,
Nur dich auch ehre.
Hiilf, ſoll ich leiden, daß ich nicht verzage
Und ſtrahlt der Glanz des Lichts auf meine Tage; So laß mein Herz in meinem frohen Leben Sich nicht erheben.
Ich muͤſſe ſtets mich mehr beherrſchen lernen, Freywillig ſelbſt, was reizt, von mir entfernen;
Damit ich taͤglich uͤber meine Sinne Mehr Macht gewinne.
Bb 2 b Daß


