378 Betrachtungen
deine Werke verkuͤndigen. Zwar werde ich noch manche neue Beſchwerden auf meiner Pilgerreiſe erfahren, und vielleicht noch manchen rauhen Weg betreten, aber doch an der Hand meines Erloͤſers, und unter dem Schatten und Schutz des Allmaͤchti⸗ gen, und da wird mir jeder muͤhſame Schritt Seegen und Heil bringen, und mich deſto mehr in meinem Glauben und meiner Gottſeligkeit üben und ſtaͤrken.
Ich werde unter denſelben die Reichthuͤmer und
Schaͤtze jenes Lebens vermehren. Der, der mich unter Gefahren des Todes erhalten, geſtaͤrkt und erfreut hat, wird mich in meinen kuͤnftigen Lebens⸗ tagen nicht verlaſſen. Mein Leben iſt Weg und Hingang zu jener ſeligen Ewigkeir, und dieß Ziel will ich nicht aus meinen Augen verliehren. Erhalte mich dabey, daß ich deinen Nahmen fuͤrchte; und nicht weiche von meiner Froͤmmigkeit bis meine Veraͤn⸗ drung kommt. Ich kann nun noch manchen Samen auf die Ewigkeit ausſtreuen, und meine Erwaͤhlung deſto feſter machen. Mein Leben und meine Kraͤfte ſollen ganz dazu geheiligt ſeyn, meine vorigen Fehler zu verbeſ⸗ ſern und nun deſto mehr Fruͤchte meines Glaubens zu tragen, reicher in guten Werken zu werden, und keine Gelegenheit voruͤber gehen zu laſſen, meinen Bruͤdern in der Welt nuͤtzlich zu werden. Ich will nun nach der Weiſe leben, die ich in den Vorhoͤfen des Him⸗ mels gelernt habe, und in Wort und Wandel die uͤberſchwaͤngliche Kraft Jeſu Chriſti ruͤhmen, die ich auf meinem Krankenbette erfahren habe. Hier, mein Vater! vor dir im Staube hingeworfen, erneure ich meine heiligen Vorſaͤtze, meinen Bund mit dir; es iſt mein Ernſt, deine Wege zu wandeln, und ich ſchwoͤre es und wills halten, daß ich die Rechte deiner Gerecheigkeit halten will. Mein Wandel ſoll hier gleichſam ſchon im Himmel ſeyn, und in deiner
d Gnaden
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