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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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377
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fuͤr die Geneſenden.

Ja, deine Huld iſt groͤſer, Als wir verſtehn; auch iſt Dein weiſer Rath ſtets beſſer, Als was der Menſch beſchließt. Herr meine Zuverſicht! Dir froh mich zu ergeben, Dich dankbar zu erheben Sey meine liebſte Pflicht.

Bey zunehmender Beſſerung.

Weache Erquickungen nach harten Kaͤmpfen, wel⸗ che Stille nach ſchroͤckensvollen Stuͤrmen, welche Ruhe nach den harten Arbeiten und der Angſt und Muͤhe! Meinen Leiden ſezt die Vaterguͤte Gottes ihr Ziel, und ein neues Leben, neue Kraͤfte ſtroͤmen durch alle meine Gliedmaſen. Noch ſind meine Kraͤfte zwar ſchwach, und ich bin einem Kinde aͤhn⸗ lich, das noch wankend die erſten Tritte verſucht, aber doch ſammlet ſich von Zeit zu Zeit meine Slaͤrke, und der Schlaf der mich zuvor floh, oder nur noch mehr betaͤubte, iſt fuͤr mich Erquickung und Labſal. Mit innerer freudiger Empfindung erwache ich aus demſelben, und froher, heiterer Dank ſteigt zu dem Vater der Guͤte empor, und meine Seele bringt ihm die heiligen Geluͤbbe. Nun fehe ich die Nacht vor mir, aber ich fuͤrchte ſie nicht, weil ein ſanfter Schlummer mich aufnimmt, um neue Kraͤfte in meine Glieder zu bringen. Gelobet o Gott! ſey deine unausſprechliche Barmherzigkeit. Nie vergeſſe meine Seele, was du an mir gethan haſt. Du haſt mein Leben vom Verderben errettet, und meinen Odem bewahret. Ich werde nun noch leben, und

b deine