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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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371
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des heil. Abendmahls.

Hiier ruh' ich gern In Gottes Heiligthume, Der Ruheſtatt von ſeinem Ruhme, Einſt wohn ich ewig bey dem Herrn.

2.

Noch nie empfand meine Seele, mein Erloͤſer, ſo ſehr und ſo lebhaft deine Erquickungen in deinem Abendmahle, als jezt auf meinem Lager. Noch nie iſt mein Herz ſo geruͤhrt und durchdrungen bey dei⸗ nem Tiſche geweſen, als jezt. Jezt da mir auf mei⸗ nem Krankenbette die Welt ſchon abgeſtorben iſt, meine Begierden und Wuͤnſche von dieſem Irdiſchen, Bergaͤnglichen und Nichtigen zuruͤckgekommen ſind, mein Herz von den mancherley Zerſtreuungen mit der Welt nicht mehr leidet: hier empfindet meine Seele ganz deine Guͤte und Barmherzigkeit. Ach, wie werden mir doch jezt deine Wohlthaten ſo groß, die du mir in meinem Leben von meinen erſten Jah⸗ ren und Tagen erwieſen haſt! wie ſehr empfinde und fuͤhle ich jezt in ihnen deine unverdiente Gnade, und deine vaͤterlichen und guͤtigen Abſichten in allen Fuͤh⸗ rungen meines Lebens fuͤr mein wahres und ewiges Wohl, fuͤr meine Beſſerung, meinen Glauben, meine Tugend und ihre ſeligen und herrlichen Belohnun⸗ gen! Schon ſehe ich es ein, und bald werde ich es vollkommner einſehen, daß ſelbſt alle Truͤbſale die ich hier duldete, alle Fehlſchlagungen der Wuͤnſche, uͤber

welche ich hier klagte, alle Sorgen, die mich druͤck⸗

ten, alle Bekuͤmmerniſſe, unter welchen ich hier ſeufzte; die weiſen und guͤtigen Wege zu meinem Gluͤcke waren. Ich empfinde deine Liebe, und bald werde ich ſie noch mehr erkennen und preiſen.

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