366 Nach dem Genuſſe
dammliches mehr an mir iſt, und daß ich ein Erbe
ſeines Himmels bin. Auch mir iſt Barmherzigkeit widerfahren, und der Herr hat meine Suͤn⸗ den von mir genommen. Gelobet ſeyſt du, mein Erloͤſer! daß du mich noch jezt dein Verſoͤhnungs⸗ feſt auf Erden feyern laſſen, und mein Herz unter meinen Leiden erquickt haſt. Wie geſtaͤrkt fuͤhlt ſich meine Seele, die Bahn zu gehen, welche du mich fuͤhren willſt! Wie froh blicke ich jezt uͤber Tod und Grab auf jenes Land der Verheiſung hin: froher als dein Volk in der Wuͤſten auf ſein ver—
heiſenes Canaan hinſah. Ach wann werde ich
dahin kommen, daß ich Gottes Angeſicht ſchaue! Bielleicht iſt mir noch einer und der andre ſaure Schritt dahin uͤbrig, aber die Guͤte und Liebe mei⸗ nes treuen und allmaͤchtigen Vaters iſt mir Buͤr⸗ ge, daß er wir nicht mehr auflegen werde, als ich ertragen kann, und daß die Berſuchung einen ſol⸗ chen Ausgang nehmen werde, daß ich ſeine Barm⸗ herzigkeit und Guͤte preiſen werde. Ja, die Liebe meines Erloͤſers iſt mir Buͤrge, daß er mich in meinen Leiden nicht allein, nicht ohne ſeinen Troſt und Huͤlfe laſſen werde. Nichts, nichts wird mich ſcheiden von der Liebe Gottes, und die frohe Ge⸗ wisheit meiner Herrlichkeit, die mir mein Elloͤſer
geben wird, der Hinblick auf jene Krone, die mei⸗
nen Siegen folgen wird, und der Geiſt Gottes, der in mir iſt, wird mich mit Muth und Freudig⸗ keit, mit Huͤlfe und Unterſtuͤtzung ſegnen: Tod, wo iſt dein Stachel? Hoͤlle, wo iſt dein Sieg? Gott ſey Dank, der mir nun den Sieg in Chriſto Jeſu gegeben hat. Und ſollte ich auch laͤnger le⸗ den, ſo wird dann mein Leben noch neue Samm⸗ lung von Schaͤtzen fuͤr die Ewigkeit werden. Ich habe meinen Bund mit meinem Erloͤſer erneuert,
. und
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