Bey dem Genuß des heil. Abendmahls⸗
Zum Gedaͤchtniß deiner Leiden
Und zum Vorſchmack jener Freuden 4 Die du, Heiland, mir erwarbeſt, 1 Da du fuͤr die Menſchen ſtarbeſt. ſ Zur Verſicherung im Herzen ſinter allem Leid und Schmerze, b Ich ſey dein, und ſey dein Erbe, G Wenn ich leb, und wenn ich ſterbe. 1
3. b
S⸗ gehe ich dann zum Heiligthume Gottes, und meine ganze Seele iſt auf dich mein Erloͤſer, gerich⸗ tet. Du biſt mir nahe und bey mir, und mein Geiſt empfindet den heiligen Eindruck deiner Gegenwart.
war bin ich ein ſuͤndiger Menſch, und wie viele Urſache habe ich zu zittern, wenn ich an dich den Heiligſten und den Richter der Menſchen denke? aber du biſt der Heiland und Selismacher der Welt, und nicht meine Wuͤrdigkeit, ſondern deine Gnade und Barmherzigkeit giebt mir Hofnung und neues Leben. Du kannſt und willſt ſelig machen alle, die zu dir kommen, und du gibſt Gaben und Gnade auch
———„—————
—
den Abtruͤnnigen. Muͤhſelige und Beladene willſt du erquicken, und die zerſchlagenen Herzen verbinden. Demuthsvoll, doch freudig, trete ich denn zu deinem Mahle; du kenneſt mein Herz und die Aufrichtigkeit meines Geiſtes womit ich nach dem Troſte der Ver⸗ b gebung meiner Suͤnden und nach deiner Gnade mich b ſehne; aber auch womit ich meinen Bund mit dir erneuere. Hier vor deinem Altar, mein Heiland, 1 beweine ich noch einmal von neuem jede Suͤnde, jede verlohrne Stunde meines Lebens, jede Verſaͤumung und auch Mißbrauch deines Evangeliums und deiner
Gnade.


