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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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Gnade. Ich habe mein Herz erforſcht, und Geſin⸗ nungen und Thaten meines Lebens unterſucht, und

fuͤhle jede Abweichung meines Herzens von dir mit

einem Schmerz, der meine ganze Seele durchdringt; Sey du, mein Heiland, mir nun das, was du den Suͤndern, die zu dir kommen, ſeyn willſt. Du ſtarbſt fuͤr mich, damit ich lebe. Hier vor deinem Altar heilige ich noch mein Herz. Iſt etwas unrech⸗ tes in meinen Haͤnden, ſo will ich es vorher von mir thun. Habe ich jemand beleidigt und betruͤbt, ſo will ich ihm noch vorher meine Hand reichen, und ſeine Verzeihung und Lebe ſuchen und das Unrecht er⸗ ſetzen. Iſt mein Herz gegen irgend einen Feind lieb⸗ los geweſen, ich will ihm vergeben, und die Bruder⸗ hand reichen. Wie ſollte ich zu dieſem heiligen Mahle gehen, das ein Feſt der Liebe meines Heilandes und aller Erloͤſeten iſt, wenn noch Unrecht, Haß, Un⸗ verſoͤhnlichkeit oder Kaltſinnigkeit mein Herz regierte, ohne ſtatt des Segens den Fluch zu erhalten.

Dank meinem Erloͤſer, der mich bis hieher mit ſo vieler Geduld und Langmuth getragen hat, mich zur Erkenntniß meiner Suͤnden gefuͤhrt, und mich auf den Weg des Heils gebracht hat! Dank ihm fuͤr alle Guͤte und Treu, die er mir durch mein ganzes Leben erwieſen, und womit er mich zu ſich gezogen hat! Dank ihm fuͤr alle Barmherzigkeit, womit er mich in meiner Irre aufſuchte und rettete! Dank ihm fuͤr dieſe Krankheit und Leiden, die mich zur Gene⸗ ſung meiner Seele, und zum groͤſten Ernſte, meiner Seelen Heil zu ſuchen, ermunterten! Hier in dem Mahle Jeſu will ich froh ſeine Barmherzigkeit und Guͤte preiſen, womit er mich in meinem ganzen Leben getragen, geſegnet und errettet hat. Deine uͤber⸗ ſchwaͤngliche und unbegraͤnzte Barmherzigkeit laß mich

nun deine Liebe ganz empfinden, und die himmliſche

Freude