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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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361
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auf dem Kranken⸗ und Sterbebette. 361

Schluß, wie ungluͤcklich und elend ich war und bin, und welches Verderben und gerechtes Urtheil in dei⸗ nem Gerichte mir folgen muſte. Mein Herz wird von Bekuͤmmernis und Reue durchdrungen, meine Suͤnde iſt immer vor mir und vor meinen Augen, und es ſchmerzt meine Seele, Kraͤfte und Leben ſo ver⸗ lohren und gemisbraucht zu haben. Hier bekenne ich dann vor dir meine Suͤnden, und verheele dir meine Miſſethat nicht. Ich weiß, daß ich vor dir ſtrafbar bin, und wollteſt du mit mir rechten, ſo wuͤrde ich dir auf tauſend nicht eins antworten. Aber ich wende mich zu deiner Erbarmung. Du, der du Herzen und Nieren erforſcheſt, du kenneſt auch den Ernſt, womit ich alles, was Suͤnde iſt, haſſe, und mich von allem Unrecht losmachen will. Habe ich etwas Unrech⸗ tes in meinen Haͤnden, ſo gebe ich es wieder; habe ich meinen Feind beleidigt, ich will ihn verſoͤhnen; habe ich jemand geaͤrgert oder verfuͤhrt, ich will ihn noch verbeſſern, was und ſo viel ich kann, aber das kann noch mein Unrecht und meine Verdammnis nicht wegnehmen. Nur allein deine Verſoͤhnung

troͤſtet mich, und dieſe preiſeſt du an mir in deinem

Abendmahl, mein Heiland! Du haſt dein Blut fuͤr mich vergoſſen, und deinen Leib fuͤr mich dahin gege⸗ ben zur Vergebung meiner Suͤnden; und indem ich von dem geſegneten Brodte eſſe, und von dem ge⸗ ſegneten Kelch trinke, ſo ſoll ich auch dieſer herrli— chen und erquickenden Frucht deines fuͤr mich geopfer⸗ ten Leibes und Blutes genieſen. Du willſt mir meine Suͤnden vergeben, nichts ſoll mehr verdamm⸗ liches an mir ſeyn, weil ich in dir, mein Heiland, bin und lebe. Preis und Aubetung bringe ich dir. Du willſt nicht den Tod des Suͤnders, ſondern, daß er lebe, und auch ich ſoll und werde⸗leben. Wer an dich glaubt, ſoll nicht verlohren gehen, b ſon⸗