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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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360
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360 Bey bem Genuß des heil. Abendmahls

aus Gewohnheit dieſes Mahl genieſen, oder auch in dem Wahn, daß es an ſich, ohne daß meine Seele ganz meinem Erloͤſer geheiligt waͤre, ſchon mir Vor⸗

theile fuͤr Leib und Seele, Vergebung der Suͤnden

und Seligkeit geben werde, es genießen, das waͤre doch der ſchaͤndlichſte Aberglanbe und Laͤſterung Jeſu ſelbſt. Ferne ſey jezt von mir der Gedanke, als ob es ein leibliches Geneſungsmittel fuͤr mich ſeyn, oder meine Krankheit zur Geſundheit oder zum Tode ent⸗ ſcheiden werde; ferne ſey von mir der Gedanke, als wenn das Abendmahl meines Erloͤſers alle meine Suͤnden ſchon fuͤr ſich tilgen und mir den Himmel oͤfnen werde, wenn ich gleich mein Herz und meine Haͤnde noch nicht von der Suͤnde und dem Unrecht losgemacht, und keine wahre Fruͤchte der Beſſerung und meines Glaubens bewieſen habe! das waͤre doch nichts anders als ob ich in demſelben und mit dem Genuß des Leibes und Blutes Jeſu mein Gericht und meine Verwerfung noch im Sterben beſiegeln wollte.

MNein, meine Seele erhebt ſi ch zu dir, und mein Geiſt dringt in die heilſamen und groſen Abſichten und Fruͤchte deines geſtifteten Abendmahls ein Du willſt, ich ſoll hier das Gedaͤchtnis deines Todes feyern, und deinen Tod verkuͤndigen, durch welchen ich Vergebung der Suͤnden und meine ganze Selig⸗

keit habe. Hier erneuerſt du in mir das Gefuͤhl mei⸗

ner Suͤnden und auch meines Elendes ohne deine

Gnade: und ſo beuge ich mich vor dir. Ich bin ein ſ indiger Menſch, und ich gedenke an meine vorigen Tage und den Inhalt derſelben. Ich forſche nach meinen Geſinnungen und Thaten, ich erwaͤge, was ich durch Thun und Unterlaſſen verſchuldet, ich ſehe auf die Menge und Groͤſe meines Unrechts, und ſo klage ich mich ſelbſt vor dir an, und gehe d

uß/

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