Druckschrift 
Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen

edanken de ſcheint ma als ſich das ern. Wie auszureden, .

wett, ſehr ällein, nein, des Tode welcher zt dad Eviigke nes Körpm erruͤttung d krant darw an ſeine N och immaſſt chhaͤftigt/ Ggen füͤt R fuͤr diiſ a daß er ſi o die unte! Feinde Danken e

der Todesbetrachtung. 29

machen, du mußt und wirſt ſterben. So fuͤrchter⸗ lich, ſo ſchreckensvoll iſt den mehrſten Menſchen Be⸗ trachtung der Nichtigkeit des Grabes, der Verweſung, und der großen Zukunft.

Es iſt einmal in uns eine natuͤrliche Furcht vor dem Tode und ein lebhafter ſtarker Trieb der Selbſterhal⸗ tung, eine ſo große Liebe zum Leben, und daher kein Wunder, wenn man den Gedanken: ich werde ſter⸗ ben, ſo traurig und finſter findet, vor ihm bebt, und zuruͤck weicht. Genug! denkt man, wenn dieſe Zeir kommt. Was fuͤr ein Vergnuͤgen kann ich denn in der Welt genießen, und das goͤnnt mir doch Gott, ja er giebt es mir; wenn ich in meinen Freuden, bey meinen Gaſtmalen, bey meineu unſchuldigen Er⸗ goͤtzungen, gleichſam meinen Sarg in die Mitte ſtelle? mir mein Krantkenberte, meine lezten Leiden und Kaͤmpfe der Natur denke! Wie ungeſchickt und un⸗ brauchbar fuͤr die Geſchaͤfte dieſes Lebens, die doch gleichwohl ſo wichtig ſind, und die ich doch nach der Abſicht Gottes verwalten und recht angelegentlich ver⸗ walten ſoll, wenn mir der Gedanke in den Weg tritt: du biſt vielleicht morgen nicht mehr, wozu dieſe Sor⸗ ge, dieſe Muͤhe und Arbeit? Wie viel Großes und Gutes muß denn in der Welt unterbleiben, und was wird denn der Große und der Fuͤrſt fuͤr ſeinen Staat, der Gelehrte fuͤr die Belehrung ſeiner Bruͤ⸗ der, der Bater fuͤr ſeine Kinder, und der Arbeits⸗ mann fuͤr ſich und die Seinen noch thun wollen, wenn ihm ſtets ſein Grab vor Augen ſchwebt, ihn von ſeinen Geſchaͤften abruft, um gleichſam unter den Graͤbern herumzugehen, und eher zu ſterben, als die Vorſehung es beſchloſſen hat? Fuͤr Schwermuthige, und um ſchwermuͤthig zu werden, ein finſteres Leben zu fuͤhren, alle Freuden von ſich zu verſcheuchen, und unnuͤtz fuͤr die Welt zu werden, iſt der oͤftere uns ie

afte