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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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26 Von den mancherley Abwegen und dem

Niichts kan ſchrecklicher ſeyn, als ſich am Ende ſeines Lebens fuͤr die ganze Ewigkeit geraͤuſcht zu ſehen. Alle Freuden, alle Hofnunzen, alles Gluͤck ſchwin⸗ den vor unſern Augen, denn wir ſuchten ſie nur in der Welt, die fuͤr uns nicht mehr iſt, und nichts, nichts fuͤr die Ewigkeit, in welche wir gewaltſam hin⸗ gefüͤhrt werden. Keine Verſicherung und Gewißheit eines gnaͤdigen Gottes/ keine Werke der Gotrſeligkeit, die uns nachfolgen, keine frohe Ueberzeugung der Verſoͤhnung Jeſu! Ja vielmehr das Bewußtſeyn unſerer Gottesvergeſſenheit, ſo vieler Unterlaſſungs⸗ ſünden, ſo gehaͤuften Boͤſens, ſolcher Geringſchaͤtzung der goͤttlichen Gnade und Jeſu, ſolcher Fuͤhlloſigkeit gegen die Lehren der Weisheit, ſo vieler Unter⸗ druͤckung des Gewiſſens, wie traurig, ja wie ſchreck⸗ lich macht es den Tod und die Zukunft, zu welcher uns doch dieſes Leben als Vorbereitungszeit allein ge⸗ geben war! Wie dringend nothwendig iſt denn nicht meine fruͤhere Sorgs fuͤr eine freudigere Todes⸗

ſtunde!

D er lezte Tag von deinen Tagen, Eilt immer naͤher, Menſch, herbey, Ohn uber ihre Flucht zu klagen, Erkauf und brauche ſie getreu

Nimm mit erkenntlichem Gemuͤth

Die Zeit wahr, die du haſt; ſie flieht.

Getaͤuſcht von tauſend Eitelkeiten, Verſaͤumſt du deines Lebens Zweck; Verſchiebſt dein Heil auf ferne Zeiten, Und wirfſt ſo ſorglos Jahre weg. Und biſt du denn, o Sterblicher! Des nachſten Augenblickes Herr?

Ein

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