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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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24 Von den mancherley Abwegen von dem

das hoͤhere Vergnuͤgen, im Gutesthun und Gutes befoͤrdern, rauben, und kurz mir das Wohlgefallen Gottes, ſeine Gnade und die beſſern Guͤter der kuͤnftigen Welt verſcherzen wollte. Endlich kommt ja doch der Augenblick, wo das alles aufhoͤrt, mein zu ſeyn, wo ich durch die glaͤnzendſten Guͤter dieſes Lebens mir nicht einen einzigen Augenblick mein Leben verlaͤngern, nicht einen einzigen Theil meines Leidens abkaufen, nicht den geringſten Bal⸗ ſam fuͤr die Wunden meines Gewiſſens, oder Troſt fuͤr meine Seele verſchaffen kann. Und was werde ich dann ſeyn, wenn ſich am Ziele meines Lebens nun alle die Vorwuͤrfe in mir haͤufen, Gott und meine eigne hoͤchſte Beſtimmung aus den Augen verlohren, durch ſo viele niedrige und entehrende Kuͤnſte, durch allerley Liſt und Ungerechtigkeit⸗ durch Haͤrte und Unbarmherzigkeit das Gut der Erden geſammlet, aber nichts damit fuͤr die Ehre Gottes, fuͤr Menſchen Gluͤck und fuͤr die Ewigkeit gewonnen zu haben. Um ſich her, und vor ſich hin Seufzer armer betrogner zu ſehen, und in jedem Theil ſeiner Reichthuͤmer nichts als Fluͤche und Verdammniß zu fuͤhlen, wie traurig und ſchrecklich iſt das! Eben das iſt alsdann die Ur⸗ ſache meines Ungluͤcks, daß ich Güter hatte, ohne den hoͤhern Schatz der wahren Weisheit zu haben, der mich lehrte, ſie zu meinem wahren Gluͤck zu nutzen; und daß ich nur begierig Reichthuͤmer ſuch⸗ te, und o wie viel gluͤcklicher waͤre ich nun in dieſem Augenblick, wenn ich dafuͤr jeden Tag aus

der Hand der Vorſehung das Noͤthige erhalten,

und dabey ein unſchuldiges Herz bewahrt haͤtte?

Was konnte ich mehr mit allem Ueberfluſſe fuͤr

mich thun, als mich ſaͤttigen, kleiden und die Be⸗ duͤrfniſſe und etwan einige zentzehrliche Annehmlich⸗

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