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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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und unſrer Beſtimmung zur Ewigkeit.

Aber faͤnd ich hier mein Ziel;

Haͤtt' ich hier mein Selbſtgefuͤhl

Und mein ganzes Seyn verlohren:

Lieber waͤr' ich nie gebohren.

Iſt dies Leben nicht zum Leben Einer beſſern Welt der Pfad: Sagt, warum mirs Gott gegeben, Ja Vernunft gegeben hat?

Haͤtte denn nicht jedes Thier

Ein weit groͤßres Gluͤck vor mir, Das in Freuden huͤpft und ſpielet, Und den Tod voraus nicht fuͤhlet?

Seyn und dann vernichtet werden, Schrecklicher Gedanke! flieh!

Stoͤre meinen Troſt auf Erden,

Und die große Hofnung nie. Denn mein ganz Gefuͤhl von Gott Waͤr' Betrug bey meinem Tod, Stuͤrb ich mit ihm ganz, ſo waͤre Tugend weder Pflicht noch Ehre.

Nein, Veraͤchter! meinen Glauben, Daß ich nicht ganz ſterblich ſey Laß ich mir kein Blendwerk rauben, Keinen Hohn der Spoͤtterey.

Meine Seel iſt nicht ein Rauch,

Nicht ein Funken: nein! der Hauch, Den ich von dem Schoͤpfer habe, Den verweht kein Sturm vom Grabe.

Geiſt, das iſt mein hoher Name, Dieſer Leib iſt Huͤlle nur, Einſt, des Edlern Leibes Saame Auf der Auferſtehung Flur.

Wie ein Saatkorn auch verdirbt, Frucht zu tragen: alſo ſtirbt

Auch mein Leib, ein hoh'res Leben Einem edlern Keim zu geben.