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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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und unſrer Beſtimmung zur Ewigkeit.*

gen dieſen unwuͤrdigen und erniedrigenden Gedanken. Iſt der Menſch nur fuͤr dieſes Leben gebohren, und fuͤhrt ihn der Tod ganz zur Vernichtung hin: ſo kan ich mir ohnmoͤglich einen Gott denken, ohnmoͤglich ein weiſes Weſen, ohnmoͤglich einen heiligen, guten und gerechten Schoͤpfer und Regierer der Welt. Dann wird mir die Welt ein bloſes Werk von Ohn⸗ gefaͤhr, ohne Abſicht und Zweck, ein Gewebe von Widerſpruͤchen und Ungereimtheiten, von Ordnung und Regelmaͤßigkeit, und zugleich von Verwirrung und Zufall, und wo nicht fuͤr alle, doch gewiß fuͤr den mehrſten Theil der Menſchen eine wahre Hoͤlle, und dies Leben ſelbſt das traurigſte Geſchenk, das ſchauderhafteſte Elend. Da ſtirbt ein Kind ſchon, ehe es in die Welt treten konnte, und wer gab ihm das Leben, und wozu? Da geht der Juͤngling, der fener Blume aͤhnlich war, ehe ſie ſich noch oͤfnete, gerade zu der Zeit, wo er die ſchoͤnſten Fruͤchte ver⸗ ſprach, wo ſein Herz und ſeine Talente ſo viel großes und nͤzliches fuͤr die Welt hoffen ließen, in ſeine Berweſung hin, und wozu dieſe Anlagen, wozu der ſchoͤne Morgen des Lebens? Hier faͤllt der Mann in den Staub, deſſen Kraͤfte ſich eben entwickelten, von dem die Welt noch ſo viel zu erwarten hatte; mit deſſen Tode die Stuͤtze einer ganzen Familie zugleich dahin ſinkt! Hier reift erſt die Denkkraft, und er⸗ haͤlt eine gluͤckliche Feſtigkeit, und nun ſoll das alles

umſonſt ſeyn? Dorr beſiegte jemand endlich die Hin⸗

derniſſe, die ihm Leidenſchaft und Schwachheit zur Groͤße des Geiſtes und zur feſten Tugend in den Weg legten, und kaͤmpfte ſich durch ſo viel Schwie⸗ rigkeiten muͤhſam aber gluͤcklich hindurch, und ſein Tod macht nun mit einmal allen ſeinen edlen und großen Bemuͤhungen und Arbeiten fuͤr das Gluͤck der Welt ein Ende! Hier ſeußzt der gute und rechtſchaffne

b Vereh⸗