s8 Von der unſtetblichleit des Geiſtes
ehe du wurdeſt. Er widerſteht zu ſehr meinem erſten Gefuͤhl der Selbſtliebe, dieſem ſtarken und lebhaften Selbſtgefuͤhle, als daß ich ihn nicht verabſcheuen ſollte. Aber, wenn es denn auch nur blos moͤglich waͤre, daß ich nach dem Tode noch ſeyn koͤnnte, daß ich auſſer meinem Leibe noch einen Geiſt haͤtte, deſſen Leben und Fortdauer von dem Leben deſſelben nicht abhinge, ſo waͤre es doch hoͤchſt traurig, wenn ich dann auf das Gluͤck deſſelben nicht bedacht geweſen waͤre, und uͤber mein kuͤnftiges Wohl nicht voraus nachgedacht haͤtte. Schaden wuͤrde es mir in keinem Fall, das Leben weiſe, gut und recht gefuͤhrt zu ha⸗
ben, denn ich wuͤrde dabey ſtets eine ſehr angenehme
und belohnende Empfindung und ein unausſprechlich koͤſtliches Bewuſtſeyn, nuͤzlich und edel gelebt zu ha⸗
ben, zum voraus haben, und traͤte denn der Fall ein,
daß ich noch nach meinem Tode lebte, was haͤtte ich bey einer klugen Hinſicht auf die Ewigkeit verlohren, oder vielmehr, wie unendlich viel haͤtte ich gewonnen, wenn ich mich darauf voͤllig vorbereitet haͤtte? Iſt es denn alſo nicht immer beſſer, ſo meinen Weg durch
dieſes Leben zu gehen, daß ich am Ende uͤber den Gedanken, ich werde ewig leben, nicht erſchrecken duͤrfe? Und moͤglich iſt es doch, daß ich noch ſeyn werde! So weit hat es doch noch kein vernuͤnf⸗ tiger Menſch gebracht, daß er im Ernſte eine Un⸗
moͤglichkeit haͤtte behaupten wollen. Aber wenn ich
auch blos nach meiner Vernunft die Sache uͤberlege, ſo fuͤhrt ſie mich ſchon zu einem ſolchen Grade der Wahrſcheinlichkeit, der der voͤlligſten Gewißheit
uͤberaus nahe iſt. Ich wuͤnſche ſchon ſo ſehr eine Un⸗
ſterblichkeit meiner Seele, daß ich den als meinen Feind anſehe, der mir dieſe Hofnung der Zukunft rau⸗ ben will, und wenn ich auch einen Augenblick daran
zweiſte, ſo empoͤren ſich wieder Tage und Jahre ge⸗
gen
——õ—————
1
geu die i der hrti ich m en w und Dann geüühr Ader und und? den n und ſchaud hee das jener gerat pyrac und Werl ſchan
den


