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unvermeidlichen Stunde ſeines Todes. 7
Dich, mein Erloͤſer, ſucht mein Glaube, Dich einz'gen Grund der Seligkeit O beſſere mich und leite du Erbarmend mich zum Himmel zu.
9. Mit großem Ernſte lehr' mich trachten In deine Freuden einzugehn, Das groͤſte Gluͤck der Welt verachten
Und nur auf meine Rettung ſehn. Und auch der kleinſte Theil der Zeit Sey Ausſaat auf die Ewigkeit.
Von der uUnſterblichkeit des Geiſtes und unſrer Beſtimmung zur Ewigkeit.
Iſt es denn gewiß, daß ich nach dem Tode noch ſeyn werde? Vielleicht hoͤre ich ganz in meiner Auf⸗ loͤſung auf, bin ich etwa weiter nichts als eine bloſe Maſchine, die zu ſeiner Zeit aus einander faͤllt. Was ich weiß und ſehe, iſt die Verweſung der Men⸗ ſchen, und weiter hinaus bleibt alles dunkel fuͤr mich⸗ warum ſoll ich mich uͤber ein ungewiſſes Schickſal⸗ ein Vielleicht, zum voraus mit traurigen Gedanken quaͤlen? O wie elend waͤre mein Leben, und welches be⸗ klagenswuͤrdige Geſchoͤpf der Menſch, wenn der Tod das Ende ſeines ganzen Seyns ausmachte. Uner⸗ traͤglich und ſchroͤcklich iſt mir der Gedanke, du wirſt in ein ſolches Nichts zuruͤckgehen, als du es 6
ehe


