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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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Vorrede. 25

nem Zweck gemeinſchaftlich milwirken, immer eine eben ſo nothwendige als n utzliche Sache. Ich will nicht davon ſagen, a9 manche auch ſonſt geſe chickte Maͤnner gerade fuͤr das Kran⸗ kenbette wenigere Talente haben, oder wohl zum Theil dieſes Stuͤck ihres Amts zu viel ver⸗ nachlaͤßigen: ſo iſt es doch einmal eine traurige und ſehr herrſchende Gewohnheit, daß man ihn nur dann fordert, oder daß nur dann ihm eine Nachricht von der Krankheitseines Gliedes ſei⸗ ner Gemeinde zukommt, wenn bereits die äuſer⸗ ſte Gefahr ſchon eingetreten iſt, wenn Beſin⸗ nen und Nachdenken hinſinken, und ſein Amt vergeblich iſt. Oft iſt der Lehrer nicht einmal an dem Orte, und er kann deßhalb oder auch wegen der mehrern Geſchaͤfte ſein⸗ 5 Amts ſel⸗ ten bey dem Krankendette ſeyn. Ohnehin iſt das Vorurtheil ſo herrſchend, daß der Predi⸗ ger nur troͤſten, nur mit dem Kranken beten, und etwan das heil. Abendmahl reichen ſolle. Zuruͤckfuͤhrung in das Leben und in die Geſin⸗ nungen, Erinnerungen an Pflichten auf dem Sterbebette, Zweifel an dem guten und wohl⸗ bereiteten Zuſtande des Kranken, erwartet man nicht, will ſie nicht, nimmt man uͤbel, und theils ſind ſie bey dem ſchon nahen Tode nicht mehr anzubringentheils wird der Prediger damit abgewieſen, theils iſt er ſelbſt zu furchtſam und ſcheuet den Unwillen der Familie, u und theils iſt er verlegen, wie er ſich mit Klugheit und Nuten