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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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Vorrede. 23

gen Leben, welcher bisher verborgen war, geht endlich hier noch auf? Bleibt gleich bey einer ſpaͤten Beſſerung immer unausſprechlich viel fuͤr die Ewigkeit verlohren, ſo iſt denn doch immer auch das wenige, was hier gewonnen wird, unendlich viel werth, und ein unausſprechlicher Gewinnſt. Es fuͤhrt aber auch nicht jede Krank⸗ heit, wenn ſie gleich gefaͤhrlich iſt, zum Tode: ſie bringt oft ganz nahe zum Grabe, aber ſie toͤdtet nicht immer Sie gehoͤrt auch zu den weiſen und ſtarken Mitteln, die die vaͤterliche Guͤte Gottes erwaͤhlt, den Menſchen aus ſei⸗ nem Schlummer und von ſeiner Traͤgheit auf⸗ zuwecken, und auf das Ende und den Zweck ſeines Lebens aufmerkſam zu machen, um die uͤbrigen Tage mit mehrerer Sorge fuͤr die Ewigkeit, mit beſſerer Gewiſſenhaftigkeit und in einem fruchtbaren Glauben an den Erloͤſer hinzubringen. So wie uͤberhaupt die guten und boͤſen Veraͤndrungen und Schickſale un⸗ ſers Lebens Gottes Erinnerungen an uns, und

ſtarke Erſchuͤtterungen unſers Gewiſſens ſind,

ſo ſind es auch die Krankheiten. Mancher fromme Nachfolger Chriſti rechnet die Zeit ſeines weiſen und heiligen Lebens von dieſer Zeit ſeiner Leiden, oder Krankheit, oder ſon⸗ ſtigen wichtigen Veraͤnderung ſeines Zuſtan⸗

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