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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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22 Vorrede.

findet ſich oft leer von aller Kraft des Nachden⸗ kens, und er ſucht daher aus dem Munde ſeines Predigers, oder Freundes, oder aus einem fuͤr ſeine jetzige Lage ſchicklichen Buche, Sammlung ſeiner Gedanken, Beyhuͤlfe in ſeinen eignen Be⸗ ſchaͤftigungen de: Seeie, Zurechtweiſung und Hinfuͤhrung auf das, was jezt fuͤr ihn noch zu thun iſt; was ihm Muth, Geduld, Zuverſicht, Troſt und Freudigkeit geben kann: und wer das Krankenbette der frommen Verehrer Gottes zu kennen Gelegenheit gehabt hat, der weiß es auch, wie aufrichtend und erquickend ihnen in den empfindlichſten Leiden der Zuſpruch und das Gebet des Lehrers oder eines Freundes und auch das Vorſagen aus einem Liede oder guten Buche war.

Der Ungebeſſerte hat einer ſolchen Huͤlfe noch mehr noͤthig. Wie mancher Menſch kommt noch auf ſeinem Sterbebette zum Nach⸗ denken? Ich habe davon ſelbſt aus der Er⸗

fahrung koͤſtlige Beweiſe, daß die Guͤte Got⸗

tes die Leiden, die vor der Aufoͤſung vorher⸗ gehen, dazu gebrauchte, den Menſchen zu einer ernſtvollen Beherzigung des Zuſtandes ſeiner Seele zu bringen. Wie oft kommt das Ge⸗ muͤth, das ſchon mehrere Zeit die Nothwendig⸗ keit fuͤhlte, ernſtlichere Anſtalten fuͤr ſein ewiges

Gluͤck zu machen, hier noch zur Feſtigkeit; und der gute Same aus der Jugend oder dem vori⸗