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Hinsichten auf die Ewigkeit. : Erster und zweiter Theil / D. Ludwig Benjamin Ouvrier gewesenen öffentlichen Lehrers der Gottesgelahrtheit und zwyten Superintendenten in Gießen
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6 Leben

ganze Geheimniß, bekam auch die dringendſten An⸗

mahnungen, dem Ruf Folge zu leiſten. Er that es, und reiſete uͤber Prag, Nuͤrnberg und Straß⸗ burg nach Pirmaſenz. Alles dieſes geſchah im Sommer 1760.

Zu Pirmaſenz wurden ihm die Prinzeſſinnen Friederike, Amalie, Wilhelmine und Louiſe, ſamt Seiner Durchlaucht dem jezigen Herrn Land⸗ grafen, zum Unterricht in der Religion uͤbergeben. Er wurde 1763 Schloßprediger, und genoß des Zutrauens der Herrſchaften, die ihn berufen hat⸗ ten, ſo wie auch ſeiner hohen Untergebenen meh⸗ rere Jahre lang. Als im Jahr 1767 die Herr⸗ ſchaften nach Darmſtadt zogen, gieng Ouvrier mit, wurde daſelbſt zweiter Hofprediger, auch nicht lan⸗ ge nach geſchehenem Regierungsantritt des Erbprin⸗ zen, im Jahr 1770 Konſiſtorial⸗Beiſizer, und ſezte den Unterricht der Prinzen und Prinzeſſinnen mit vielem Seegen fort, wobei ihn auch die damahlige Frau Landgraͤfinn, die bekannte geiſtvolle Mutter ſeiner Untergebenen, oͤfters mit ihrer Gegenwart in den Lehrſtunden beehrte. Dieſes dauerte bis in das Jahr 1772, in welchem Zeitraum er die vorhin ge⸗ dachten jungen Herrſchaften nach und nach in der evangeliſch⸗lutheriſchen Religion confirmirte, und die Trauung der Prinzeſſin Friederike mit Sr. jezigen Koͤniglichen Majeſtaͤt von Preuſſen verrichtete,

dann ſeine bisherige ruͤhmliche Laufbahn am Hofe mit

der Einrichtung des neuen Darmſtaͤdtiſchen Geſang⸗ buchs fuͤr die Hofgemeinde, auf VBerlangen, und zum Theil mit eigenem Beirath der verewigten Frau Landgraͤfinn, beſchloß.

Und hier iſt es, wo die vierte, zugleich lezte Pe⸗ riode ſeines Lebens anfaͤngt. Es war nehmlich da⸗ mahls der zweite Superintendent in dem Oberfuͤrſten⸗ thum

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