Druckschrift 
Die Landesschule Pforta in ihrer geschichtlichen Entwickelung seit dem Anfange des XIX. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart : Einladungsschrift zur dritten Säcularfeier ihrer Stiftung den 21. Mai 1843 / von C. Kirchner
Entstehung
Seite
143
Einzelbild herunterladen

yyy

143

von ſa 4 M.*... ae Tuni Schulbibliothek in ein helleres, geräumigeres und anständigeres Local eine genauere Be- 04

a dener sichtigung angestellt und hierauf von Hoher vorgesetzter Behörde der Beschluss gefasst, dass 6-

nahen Au. das Kirchenportal nsch seiner ursprünslichen Construction ungesäumt wieder hergestellt, die en Aumm Sehülhibliatheeh in die an der Südseite der Kirche belegene geräumige und bisher unbenutzte so- und dit 2 Lenannte Wvanselistenkapelle verlegt und diese nebst den anstossenden Räumen baulich dazu ein- äge h 1 gerichtet, das bisherige Blbliothekzimmer aber in ein schon lange gewünschtes Klassenlocal ver- t na, ter wandelt werden sollte. Da durch die Gnade Sr. Majestät des Königs die Fonds zu diesem Bau lche n aus Staatsmitteln angewiesen waren und das Baugerüst vor dem Kirchenportal bereits seit dem Som- rn mer 1835 bestand, so ward unter Leitung des Herrn Regierungs-Bauinspectors Schmid, der sich Ruat de 1 in der geschmackvollen Ausführung dieses Baues sehr verdient gemacht hat, sofort zu Werke ge- der d99 schritten, und durch die unablässige Thätigkeit der Arbeiter bis zum J. 1840 die sämmtlichen von

4 Hoher Behörde angeordneten Bauten vollendet. Das Kirchenportal steht nunmehr, fest und solide

ung dlilente

I dumf aus Quadern, wie die ganze Kirche, auferbauet, und mit Statuen und Bildhauerarbeit reich ge- doſes lnd

schmückt, in seiner ursprünglichen Schönheit da; die schon unter Königl. Sächsischer Regierung

jenen i ir seit Anfange dieses Jahrhunderts als wünschenswerth und nothwendig erkannte Verpflanzung der lten, m Schulbibliothek aus ihrem zu kleinen, dumpfen und düstern Local in einen grössern, würdigen und Luslläne u angemessenen Raum ist endlich zur Ausführung gebracht, indem dieselbe seit 1840 sich in der fir dit am schön und geschmackvoll eingerichteten Halle auf der Südseite der Kirche befindet. Das bisherige unten gabeel Bibliothekslocal ist durch Herstellung neuer Fenster, Katheder und Subsellien und durch gefäl- lung zm bn- ligen Anstrich zu einem schönen Klassenlocal für Ober-Tertia umgeschaffen, die vermauerten Fen- riun ster auf der Südseite der Kirche wieder hergestellt, der die Südseite viele Fuss hoch umgebende Schutt weggeschafft und ein Luftkanal rings um die Kirche angelegt, die angebauten kleinen Sei- g lsier Ar- tenkapellen, worunter die Todtenhalle war, abgebrochen und dafür unweit der Waschanstalt ein enfes u de sehr zweckmässig angelegtes und mit allem nöthigen Apparat versehenes Leichenhaus im Jahre 20. Deceube 1840 neu erbaut worden. Der Raum rings um die Südseite der Kirche ist frei gelegt, der Fried- herkömmlehe hof freundlich eingerichtet und statt der alten Lehmmauer mit einem Staket umgeben. Diess sind schule mn 2, die wesentlichen Bauverbesserungen seit 1837. dd Bed kür- Am 21. Juli desselben Jahres ward der Pforte das Glück zu Theil, den verehrungswürdigen

Chef des geistlichen Ministerii, den Geheimen Staatsminister Freiherrn von Altenstein Exc. in

chaft ua, W Begleitung des Herrn Geheimen Regierungsraths Credé, nach vielen Jahren wieder auf einige

1 2u) 3 Stunden hier verweilen zu sehn. Se. Excellenz geruhten, im Rectorat abzutreten, und nachdem len G'mhdim Sie den Neubau an und in der Kirche in Augenschein genommen, sich das Personal der Lehrer 18 nb und Beamten der Anstalt vorstellen zu lassen, und hierauf mit dem Rector noch Manches über die en hen w innern Angelegenheiten der Anstalt zu verhandeln. and Driet Seit dem Sommer d. J. bekamen die gymnastischen Uebungen der Alumnen einen neuen uis Aufschwung, indem der ordentliche Lehrer bei der Gewerbschule zu Naumburg, Herr Dr. Ph. Karl Gulun 3 Theodor Lieber, geb. zu Buttstädt im Weimarischen 1814, sich freiwillig zur Unterstützung Lüi ni des zwar noch rüstigen aber schon bejahrten Tanzlehrers Roller, eines geschickten und verdien- ler hunns ten Mannes, in der Leitung dieser Uebungen erbot, und durch sein körperliches Geschick im

vinzi Sul-

zt UtM thätlichen Eingreifen und Vorturnen den Eifer der Schüler neu belebte. Da er zugleich eifriger ell 1S!

und geschickter Botaniker ist, so wurde ihm, auf unsern Bericht vom 15. September an die vor-

schiehie gesetzte Königl. Provinzial-Schulbehörde, nach Antrag derselben vom Königl. Ministerium unterm Geheimel 2 19. December nicht nur eine angemessene Gratification für seine gehabten Bemühungen verwilligt, tegieruugn sondern auch die fernere Leitung der gymnastischen Uebungen bei den hiesigen Alumnen, zugleich etreff 6 mit der Veranstaltung botanischer Spaziergänge Mittwochs und Sonnabends Nachmittags mit den ferleguls

C;C