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lichen Iuspector Schmieder, der seit 1831 alle geistlichen Geschäfte und auch den Religionsunter- richt in allen fünf Klassen allein versehen hatte und nur in dem Kirchendienst während der schwe- ren Zeit um Ostern ein Paarmal durch Hülfsprediger unterstützt worden war, eine bleibende Bei- hülfe zu verschaffen, indem der bisherige Oberlehrer am Gymnasium zu Hirschberg, Dr. Fried- rich Dufft, laut Rescript des geistlichen Ministerii vom 13. März c. zum vierten Adjunctus und zweiten Geistlichen bei der Königl. Landesschule bestellt wurde. Er ward am 29. Mai vom Re- ctor in sein Schulamt eingeführt und nachdem er am 1. Juli in Magdeburg vom Hochwürdigen Bischof Dr. Dräseke ordinirt worden, am 16. August vom geistlichen Inspector Schmieder in sein kirchliches Amt eingeführt. Herr Hr. Ph. Friedrich Dufft ist geboren zu Erfurt den 3. Mai 1808 und empfing auf dem dortigen Gymnasium seine Schulbildung. Hierauf studirte er in Halle und Berlin Theologie und Philologie, bestand sein Probejahr als Lehrer 1831 am Friedrich-Wilhelms- gymnasium in Breslau, arbeitete dann bis 1833 als Hülfslehrer am Gymnasium in Glogau, von wo er als Oberlehrer an das Gymnasium zu Hirschberg versetzt wurde. Er rückte hier in Pforta Michaelis 1836 in die dritte, Johannis 1840 in die zweite Adjunctur vor und verliess den 2. Octo- ber 1841 die Landesschule, indem er auf Veranlassung des Königl. Cultusministers von Königl. Regierung als Prediger in das Städtchen Landsberg bei Halle versetzt wurde.
Unterm 4. November 1835 erliess das Königl. Cultusministerium, auf Antrag des Königl. Pro- vinzial-Schulcollegii, eine organische Verfügung, die Normalzahl der Empfohlenen und Extraneer für jeden Lehrer betreffend. Als Maximum wurden für jeden Professor 20— 30, für jeden Adjunctus 10— 15 Empfohlene festgesetzt. Die höchste Zahl der zu haltenden Extraneer soll die von sechs für den Einzelnen sein, doch soll die Zahl der Extraneer in der Zahl der Empfohlenen nicht mit berücksichtigt werden.— Die Abhandlung zum Programme dieses Jahres: „Emendationes Orosianae,“ hatte den Adjunctus Grubitz zum Verfasser.
1836. Im Sommer dieses Jahres ward endlich, auf Antrag des Rectors, von der Königl. Be- hörde die Instandsetzung des reservirten Zimmers im Tertiat zur Aufnahme der vom Hohen Kö- nigl. Ministerium im Jahre 1821 aus Paris hieher besorgten Abgüsse antiker Statuen und Büsten (s. oben S. 115) angeordnet. Vom Gypsarbeiter Biagini aus Halle wurden dieselben unter Auf- sicht des Rectors aus ihren einzelnen Stücken zusammengesetzt und in dem würdig decorirten Zimmer unter seiner Leitung theils auf Postamenten, theils auf Consolen, die an den Wänden an- gebracht sind, gruppirt und aufgestellt, so dass sie jetzt ein sehr heiteres Ganze bilden. Für die gleichfalls aus Paris verschriebenen Mionnetschen Pasten von antiken Münzen und Gemmen aber liess der Rector zwei mit Schubfächern verschene schön decorirte Lederbände, übereinstimmend mit denen der Lippertschen Daktyliothek, anfertigen und die Pasten darin geordnet und numerirt mit ihren Katalogen niederlegen. Diese Bände sind neben der Lippertschen Daktyliothek in der Schul- bibliothek aufgestellt. Für das Kunstmuseum aber liess er im Jahre 1838 das ziemlich grosse Mo- dell eines altgriechischen Theaters, wozu er von der Güte Sr. Excellenz des Herrn Geh. Staats- ministers Schweizer in Weimar das in der Jenaischen Universitätsbibliothek vorhandene Modell geliehen erhalten, von einem geschickten Künstler nach seinen von dem Modell etwas abweichen- den Angaben anfertigen und darin aufstellen, welches für den Unterricht in Prima seitdem von wesentlichem Nutzen gewesen ist. Von dem Kunstmuseum s. oben S. 40.
Auch wurde in diesem Jahre von den Hohen vorgesetzten Behörden ein fester Etat für die Erhaltung des Schulgartens und des Turnplatzes mit seinen Geräthschaften angeordnet, da bisher die Ausgaben nach dem Bedürfniss angewiesen waren. Die Schulgartencom mission, aus dem Rector und den Professoren Jacobi I. und Koberstein bestehend, trug unterm 25. Januar
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