139 Kärige Vän— 2 bern vund ha seine Mitwirkung und empfahl eine allgemeine Haltung derselben. Dem Vorschlage, ausführliche ng Fenäum Censurbücher unter dem Namen Quartalbücher für alle Klassen einzuführen, worin über jeden deklich rerodd. Schüler halbjährlich auf einer Folioseite die vollständig motivirten Urtheile seiner Lehrer über lngang 88 seine Fortschritte in allen Lehrgegenständen, seinen Fleiss in öffentlichen und Privatstudien, seine sittliche Führung und seine Ordnungsliebe eingetragen würden, damit dieselben zur Grundlage für Jerienxlle die halbjährlichen Censurscheine so wie für die späteren Schulzeugnisse dienten, gab der Königl. anu Gotti Ministerial-Commissarius seine volle Zustimmung und ordnete an, dass diese Quartalbücher gleich ügeln in dah. von Ostern c. an eingeführt würden, welches auch geschehen ist. Seitdem haben diese Censur- 8 Kehred. u bücher als ein sehr wesentliches Mittel zur sichern Kenntniss und Beurtheilung der Schüler ihre Küelsdtrad, grosse Wichtigkeit stets bewährt. Sodann erklärte der Herr Ministerial-Commissarius den aufge- Ebead stellten Grundsatz, dass die Schuldisciplin dahin ziele müsse, dass die Alumnen ihre Freuden und nigl.Mlütes überhaupt ihren nächsten Lebenszweck nicht ausserhalb, sondern innerhalb der Pforte suchen müss- e des ſeatne ten, für sehr beachtungswerth; wie daher der Besuch der Wirthshäuser und auswärtiger Lustör- u, en lih. ter überhaupt durch alle Mittel zu verhüten und möglichst zu erschweren sei, so müsse anderer- au Toras ker seits auf alle Weise datir gesorgt werden, den Schülern ihren Aufenthalt hier lieb und werth zu ſignire Jab machen, und die Königl. Behörde werde zu allen dahin zielenden zweckmässigen Vorschlägen gern teat unt dal die Hand bieten. Er empfahl öftere Spaziergänge der Lehrer mit ihren Klassen oder ihren Em- Aeizi pfohlenen, und versprach, sowohl den Vorschlag einer anständigen Herstellung des Tanzsaales als 17 der Errichtung eines Breterhauses im Schulgarten für die Belustigung der Alumnen bei schlech- dn henuj ter Witteruns und im Winter zu unterStützen. Ersteres Furde ausgeführt und der Tanzsaal er- 8 hielt eine bedeutende Verbesserung und hübsche Decoration; Letzteres, was bereits seit 1820 bu te 4 mehrmals als Waunsch ausgesprochen war, wurde zwar von den vorgesetzten Behörden in Erwä-— d e gung gezogen und ein Bauanschlag dazu gemacht, der aber wegen der Kosten zur Zeit noch nicht such da Lär-
realisirt ist.— Mit der Reinlichkeit und Ordnung auf den Schülerstuben erklärte sich der Königl. Ministerial-Commissarius zufrieden, forderte aber noch öfteres, wenigstens monatliches Scheuern derselben und die allmählige Einführung eines gleichförmigen und anständigen Mobiliars, welches im Auge zu behalten er dem Rector und Hausinspector empfahl. Das Brillentragen der Schü- ler solle möglichst eingeschränkt und nur auf Genehmigung des Arztes und des Putors gestattet
allen ihren ſe- erade fohlera- peisezutul ds usseru lötalt
u 2 Nin in werden. Zur Schonung der Augen der Schüler ward von Seiten des Lehrercollegii darauf drin- u Wäruame gend angetragen, dass die den Schülerstuben gegenüber befindlichen weissen Wände und Mauern dria eltelen des Haushaltungsgebäudes und der Krankenanstalt einen dunkleren, wo möglich grünen Anstrich ſuisterübemi- erhielten. Dieses ist auf Veraustaltung der vorgesetzten Behörde ausgeführt worden.
en Betngen i Den wissenschaftlichen Zustand des Instituts betreffend, sprach der K. Ministerial-Com- de als beiGl- missarius seine Zufriedenheit sowohl mit den schriftlichen als mündlichen Leistungen der Alumnen aus, auch die le welche überall einen Fortschritt zum Bessern bewährten. Derselbe bezeichnete ausdrücklich die Felche vor L- beiden alten Sprachen, die Muttersprache und die Mathematik als die eigentlichen Träger der Leineskeestd Pfortaischen Bildung und empfahl, fortgesetzt die grösste Sorgfalt den schriftlichen Arbeiten der ercollegium N Schüler im Deutschen und Lateinischen zu widmen, bei jenen in Beziehung auf die gedankenmäs- uterm 15 Nr sige Entwickelung, bei diesen auf die schöne und kunstvolle Form der Darstellung. Der mathe- jn qrineele mathische Unterricht müsse hauptsächlich als formelles Bildungsmittel benutzt werden, daher das e 2u entterel, Ausarbeiten der Klassenvorträge zu vermeiden, das häusliche Vorbereiten und Wiederholen mit Hülfe ehrereolegu eines guten Lehrbuchs zu befördern sei, nebst schriftlichen Uebungsaufgaben, wie sie hier im Ge-
brauch sind. Uebrigens empfahl er, das häusliche Ausarbeiten der Klassenvorträge in allen Lectio-
nen möglichst zu beschränken, damit die Alumnen Zeit für ihre Privatstudien behielten, welche
auf alle Weise zu fördern seien. Zur Beförderung der steten Uebersicht und einer gleichmässi- 18*¾
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