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Die Landesschule Pforta in ihrer geschichtlichen Entwickelung seit dem Anfange des XIX. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart : Einladungsschrift zur dritten Säcularfeier ihrer Stiftung den 21. Mai 1843 / von C. Kirchner
Entstehung
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131 ſen, nilin 222 lasseu laber können, besondere Klassenprüfungen von den betreffenden Lehrern sollten abgehalten wer- und für t den. Diese neue Einrichtung kam im Sommer dieses Jahres zur Ausführung und ward von dem erde. iese folgenden Rector, der dieselben schon seit Jahren beim Stralsunder Gymnasium eingeführt hatte, dhels nea von Jahr zu Jahr, hauptsächlich in den Wintersemestern, fortgesetzt. 2) Die Privatbeichte der ie vweis e Alumnen, welche sich bisher als zweckmässig bewährt hat, soll beibehalten werden. 3) In ge- Klichen 1 fährlichen Krankheiten einzelner Alumnen soll es ihren respectiven Tutoren anheim gestellt sein, i unter be fremde Aerzte oder Wundärzte für dieselben zu Hülfe zu nehmen. 4) Für die Krankenanstalt woäleit 4 sollen ein Paar Schneidersche Badeschränke angeschafft werden, welches geschehen ist. 5) Es soll n in den Ce den getroffenen Bestimmungen gemäss, ein neuer Wntwurf zu einer Bekanntmachung für die en Solle N Eltern der Alumnen vom Rector abgefasst und bis Ostern kommenden Jahres herausgegeben

i erte Gi werden. Nach Lange's Tode ward dieses Geschäft vom Königl. Provinzial-Schulcollegium unterm 1

Fder 9. December dem Professor Koberstein übertragen und die neue Bekanntmachung unterm 8. März

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en Lühu 6 1832 von der Behörde vollzogen publicirt.

hei 1 Am 9. Juli 1831 starb Lange, nachdem er kaum erst angefangen, seine Thätigkeit als Rector Aldel-

zu entwickeln, und dem Professor Wolff, als dem ältesten Lehrer, wurde vom Königl. Pro- vinzial-Schulcollegium unterm 10. Juli die interimistische Verwaltung der Rectoratsgeschäfte über- tragen. Er führte diese treu und einsichtig bis zum 1. Mai des folgenden Jahres, wo der neue Rector sein Amt antrat, und hatte gleich die Freude, unterm 13. Juli die beiden verdienten Beam- ten der Anstalt, den Rendanten Teichmann und den Schulhausinspector Sterzel, wohl auf des sel. Lange's Betrieb, zu Königl. Commissionsräthen ernannt zu sehen.

Da der Diaconus Nalop(s. oben S. 126) aus den Ferien nicht zurückkehrte, so ward des- sen Stelle bei der Schule erledigt. Als nun auch der verdiente Professor Neue im August als

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geglchenl Kaiserl. Russischer Hofrath und Professor nach Dorpat abging, so standen drei Lehrstellen bei kirälid lur der Anstalt offen und es musste fürs Erste Häülfe geschafft werden. Desshalb sandte das Königl. (G ts Provinzial-Schulcollegium nach den Ferien zum 1. August die beiden Schulamtskandidaten, Dr. besettiu) Ziemann aus Quedlinburg und Dr. Handrick aus Wethaburg als Hülfslehrer hieher, unter Er- e Pinnidie stattung der Reisekosten, einer monatlichen Remuneration von 25 Thalern und freier Wohnung. Natur mii- Beide entsprachen durch ihren Unterricht den Wünschen, und arbeiteten bis Ostern folgenden an Tlel ib Jahres bei der Landesschule. Ersterer, der sich durch sein altdeutsches Lesebuch und sein in der Sti- mittelhochdeutsches Wörterbuch bekannt und verdient gemacht hat, starb im December 1842 als n eingerite Oberlehrer beim Quedlinburger Gymnasium. Zu Michaelis dieses Jahres kam aber eine blei- 3 ngen. Ui bende Hülfe, indem der frühere Adjunctus, damals Oberlehrer in Köln, Dr. Jacob, schon un- und dem- term 17. März durch Rescript des Königl. Provinzial-Schulcollegii als Neue's Nachfolger designirt, cursionen in zum fünften Professor bei der Landesschule ernannt und am 3. October vom Professor Wolff im rtgesetut l Auftrage der Behörde eingeführt wurde. In die sechste Professur rückte nun Dr. Steinhart ein, albs ibesÜ die siebente blieb zur Zeit noch erledigt.

jSchulcolei Der Herbst und Winter des Jahres 1831 war eine angst- und sorgenvolle Zeit wegen der lese Blik Annäherung und des Umsichgreifens der Asiatischen Cholera, welche bereits in den Hauptstädten

Berlin und Magdeburg wüthete. Die vorsorgende K. Provinzial-Schulbehörde verfügte unterm 3. Sept., dass es bei der Annäherung der Cholera den Eltern frei gestellt werden sollte, ihre Söhne von hier zu Haus zu nehmen. Unterm 7. und 14. September ordnete sie die Maasregeln an für den Fall des Einbruchs der Krankheit und bestellte alle nöthigen Geräthschaften und Einrichtungen en Huuu- in der Krankenanstalt, setzte aber zugleich fest, dass die Schule ihren geordneten Fortgang be- den halten sollte. Unterm 7. October ward die gleich darauf erfolgte Ankunft des Dr. Kluth aus

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