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Die Landesschule Pforta in ihrer geschichtlichen Entwickelung seit dem Anfange des XIX. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart : Einladungsschrift zur dritten Säcularfeier ihrer Stiftung den 21. Mai 1843 / von C. Kirchner
Entstehung
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ie Rahnu II) Grundzüge der gegenwärtigen Verfassung und Einrichtung. Rentaub. Nachdem wir so, nach Anleitung des beigefügten Grundrisses, die Räume der Pforte durchmustert und bei Gelegenheit das Nöthige über die Wohnungs- und sonstigen eigen- en Kehul. thümlichen Verhältnisse der hiesigen Alumnen hinzugefügt haben, bleibt zum Verständniss and in dchi. der nachfolgenden historischen Darstellung noch übrig, eine kurze Uebersicht des Wesent- mit mnen lichen der innern Verfassung und Einrichtung und der statistischen Verhältnisse der An- Geschuag stalt voranzuschicken, wobei die am Schlusse des Werks beigefügten Tabellen mit zur Er- Leschwicht läuterung dienen. Für das nähere Verständniss des Nachstehenden werden die Leser auf vor desxan folgende Schriften verwiesen: I) Chronicon Portense, opera et studio M. Justini Rertuchüi. ten, fride Lips. 1612. 4. Ed. II. cur. J. M. Schamelius. Lips. 1739. 4. 2) Ebendess. deutsches Pfor- rom 7. Ahil tisches Chronicon. Leipzig 1734. 4. 3) Die Landesschule Pforta, ihrer gegenwärtigen r der Kirq und ehemaligen Verfassung nach dargestellt von M. K. Chr. G. Schmidt und Fr. K. Kraft,

Schleusingen 1814. 8. 4) Kurze Nachricht von der Königl. Landesschule Pforta, von C. Kirchner. Leipzig bei Vogel. 1839. 8. 5) Bekanntmachung für Eltern und Vormünder,

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ale, aul ir die ihre Kinder und Pflegcbefohlenen der Landesschule Pforta übergeben wollen: vom Königl. genden, u. Provinzial-Schulcollegium der Prorin⸗ Sachscn, Mlagdcburs den 31. März 1842. 4. welche lo en, a Schrift theils von der hohen Behörde, mheils von Seiten der Schule den hetreffenden Eltern a Sdnha und NVormündern mitgetheilt wird. In diesen Schriften ist das Wesentliche der hiesigen aite ond Einrichtungen enthalten.

vehr hreiey 1) Die Bestimmung der Anstalt, die Schülerstellen und die Bedin- len Biumen, gungen der Aufnahme betreffend.

der Ostseite Die Bestimmung der Anstalt ist in§. I. der officiellen Bekanntmachung also ausge- er Westete sprochen:Die Königliche Landesschule Pforta ist, der Absicht ihrer Stifter und ihrer eigen- und Linden thümlichen Verfassung nach, eine Erziehungs- und Unterrichtsanstalt, in der eine Hhlühenden bestimmte Anzahl junger Leute Evangelischer Confession, innerhalb eines gesetzlich n Dämmel bestimmten Zeitraums, vom reiferen Knabenalter an, bis zum Uebergange auf die Universi- len Platar tät, für das höhere wissenschaftliche Leben, oder für den eigentlichen Gelehrtenbe- hen hinten ruf vorbereitet wird. Zur Erläuterung diene Folgendes:

in, der Ei Die Landesschule Pforta ist gleich von vorn herein wegen ihrer isolirten Lage als ein he von der reines Alumneum, d. h. als eine solche Schul- und Erziehungsanstalt gestiftet, an der keine

8 6 1 MI anderen Schüler als diejenigen, welche in der Anstalt wohnen, Theil nehmen. Diese theilen 8 6:; sich in Alumnen und Extraneer. Die Ersteren, welche die eigentlichen Beneficiaten

Dr. Lieber. 4 7 5 t lnes Vr der Anstalt sind, wohnen zusammen im Schulhause auf den 12 Schülerstuben nach der oben st lah.....

1 m angegebenen Ordnung, und nehmen sämmtlich auf ganz gleiche Weise an den Beneficien der en und Sül-

Schule Theil, welche in freier Wohnung, Licht, Heizung, Speisung, Bedienung, Kranken- pflege u. s. w. und in freiem Unterricht in Sprachen, Wissenschaften und Künsten nebst der Aufsicht, Leitung und Erziehung durch ihre Lehrer bestehen. Nur Kleidung, Wäsche,

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en Plälzen Bücher und Schreibematerialien, Privatstunden(namentlich in Musik und Zeichnen), Reini- anat im da gung der Kleider und Stiefeln, Taschengeld(2 ½ bis höchstens 7 ¼ Sgr. wöchentlich) vier- der Nlsbe teljährliche Beiträge zur Schulkasse(2 bis 3 ¼ Thlr., incl. der Beiträge zum Tanzunterricht, durch eite zur Bibliothek und zum physicalischen Apparat) von denen aber die ganz Armen befreit Loruspeidle werden, Ausgaben zu Excursionen und sonstigen Kleinigkeiten, werden von den Eltern durch genüher, à die Tutoren ihrer Söhne bestritten. Die Unterhaltungskosten eines, mit einer Freistelle

in dessen dotirten an Ordunung und Sparsamkeit gewöhnten Schülers betragen für diess Alles jährlich