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Scholae Portensis A Mauritio Princ. Duce Saxoniae A. D. XII. Cal. Iunias A. MDXLIII Feliciter Conditae Sollemnia Saecularia Diebus XX. XXI. XXII. Maii A. MDCCCXLIII. Pio Festoque Ritu Celebranda Indicit Et Scholae Fautores Et Amicos Omnes His Sollemnibus Ut Benigne Interesse Velint Collegii Magistrorum Portensium Nomine Invitat / C. Kirchner ...
Entstehung
Seite
89
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humilitatis) exemplum praeponeretur. Das wäre ein Spielen mit Tugend und Wahrheit ge- wesen. So missbraucht er, beide Methoden, die jede einzeln ihre Berechtigung haben, aber

in trüher Mischung ganz unwissenschaftlich sind, vermengend, einmal Bibelstellen, um vorgefasste Sätze zu beweisen, andrerseits aber entwickelt er aus Schriftstellen, die erst an

der ratio anderer zu messen sind, Lehren von der höchsten Bedeutung, in beiden Fällen zum Nachtheil seines Werkes. Denn hier ist der eigentliche Ursprung alles Jesuitism zu suchen, wenn er sagt: Jene Leute(die von Christo Geheilten) sind zu entschuldigen, quia nihil ege- runt per contemtum praecipientis, quod ad honorem ipsius facere decreverunt. Das ist der be- liebte Grundsatzomnia in majorem dei gloriam.

So wäre denn der doppelte Schluss, der sich aus obigen Prämissen von selbst ergiebt, und den auch Abaclard direkt selbst zieht: die intentio iubentis entschuldigt diesen, wenn er Unrechtes quod mimine convenit beſiehlt, umgekehrt die intentio charitatis den, cui fit praeceptio.

So wären denn die vier erklärten Hauptbegriffe:

1. vitium animi,(quod ad pecc. pronos efficit) d. i. Erbsünde.

2. ipsum peccatum consensus mali, contemtus dei wirkliche Sünde proprie

dictum. . mali voluntas böser Zweck. mali operatio Thatsünde. Das peccatum selbst nun läuft durch drei Phasen hindurch(tribus modis peragitur) Salggestio(persuasio), delectatio(concupiscentia, und auch so erklärt 642 D), consenszs, welcher die concupiscentia erst in peccatum verwandelt. Dies pecc. sollte nun durch poenitentia verbessert werden, das opets aber ist die consummatio der Abschluss des peccatum. Setzen wir diese Scala in den Begriff um, so wäre suggestio etwa die Bedingung der Sünde(z. B. die Natur unsere Umgebung), die delectatio die subject. Begierde, an sich natürlich und un- schuldig actio media, der consensus endlich der Wille, unter bestimmten Verhältnissen, die nach bestimmten Geboten zu beurtheilen sind, jene Begierde zu befriedigen. Jedoch fasst Abaelard jene suggestio specieller von einer persuasio, exhortatio alicuius nos exterius iuvitan- tis, wo er denn natürlich, wenn ein solcher fehlt, die suggestio fallen lässt und in der delectatio jene beiden Momente der äussern Bedingung und der subiect. Disposition findet. Er handelt darum noch ganz besonders de suggestionibus daemonum. An diese glaubt Abaelard und versteht unter ihnen in unserm speciellen Falle Wesen, welche erfahren(periti, dακονεσς) in allen Kräften und Eigenschaften der Naturkörper und bekannt mit der Wirkung und dem Ein- fluss derselben auf das menschliche Wesen, dies dazu benutzen, um die Menschen zu ver- führen: denn sie sind nicht creatores, sondern nur praeparatores naturae, z. B. die, denen die aegypt. Magier dienten.

Obgleich nun die Sünde, wenn sie auch äusserliche Existenz gewinnt, verübt wird, darum doch nicht verdammenswerther wird, so wird sie nichts desto weniger im letzteren Falle schwerer geahndet. Ganz richtig findet er den Grund in der Schwachheit der menschlichen Natur, in dem Gegensatz zwischen Innerm und Aeusserm, Recht und Moralität, es geschehe natürlich nur beim weltlichen Gericht,(denn der Episcopus ist hier auch nur als menschliche Person zu betrachten), um die Leute vorsichtig zu machen, zum Theil auch, weil wir Menschen nur nach dem Offenbaren, de manifestis, non de occultis, urtheilen können. Gott allein ist probator cordis et renum d. h. aller intentionum(Vorsätze Entschlüsse Zwecke), die aus Schwäche oder Erregung(affectio) der Seele und aus der delectatio des Fleisches kommen. Er kann daher auch allein gerecht strafen, weil er ins Innere siecht, denn alle Sünden(d. i. peccata),

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