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174) Schweins⸗Karbonade. Dieſe wird eben ſe gemacht, wie die vom Hammel No. 145, entweder mit brauner Butter, oder auch mit einer Soſe.
155) Boeuf a la Mode.
Mann nimmt dazu ein ſchier Stuͤck Ochſen⸗ ſleiſch aus der Keule, ſolägt es aut, daß es muͤr⸗ be wird und durchzieht es mit Speck Dann thut man Butter in die Pfonne und laͤßt ſie braun wer⸗ den, das Fleiſch auf beiden Seiten, darinne braun gebraten, in einem Topf gethan und ſo viel Waſ⸗ ſer darauf gegoſſen, daß es eben bedeckt iſt, her⸗ nach Zwiebeln, Naägelein, Lorbeerblaͤtter, ganzen Pfeſfer, Ingwer, alles ſogleich daran gethan und verdeckt langſam gargekocht. Wenn es mürbe iſt, macht man braunes Mehl daran, läßt es einkochen ſo weit als noͤthig iſt, und gießt, wenn man anrichtet, die Soſe darauf⸗
Von Braten und Fluͤgelwerk.
156) Kalbsbraten.
Das Hinterviertel vom Kalbe wird am Spieß eſteckt, fleißig mit Butter begoſſen und nach a tunden mit Salz beſtreut. Wenn der Braten voͤllig gar iſt, tegt man ihn auf eine Schuͤſſel, ſo daß die Niere oben kommt und gießt die Braten jus durch ein Sieb darunter. Ein nicht zu großer
Kalbsbraten iſt in 3 Stunden gar. Iſt das ganze Wiertel zu groſſ, ſo kann die Keule oder Nierens
ſtuͤck allein genommen, und eben ſo verſahren wer⸗ den. Statt des Spießes werden auch die Braten, wie bekannt, in einer kufernen Pfanne gebraten, ſo daß oben und unten Feuer iſt 4


