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Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch : für angehende Hausfrauen, Wirtschafterinnen und Köchinnen
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90) Braſſen, gebraten.

Man ſchupt ſolche, nimmt ſie aus, kerbt ſie 2n, waͤſcht ſie und ſprengt ſolche mit Salz ein. Nach einer Stunde werden ſie rein abgetrocknet, mit geſchmolzener Butter beſtrichen, mit geriebenen Weißbrod beſtreut und auf dem Roſt gargebraten.

100) Sandorten, gekocht.

Sie werden geſchupt, mit Waſſer und Salz gargekocht, dann auf die Schuͤſſel gelegt, klein gehackte Eier daruber geſtreut und eine gelbe Soſe dabei. Da ſie gewoͤhnlich ganz gekocht werden, muß man ſich eines Keſſels mit einem Roſt bedie⸗ nen, weil man ſie ſonſt nicht ganz herausbringen kann.

101) Gekochte Stoͤhre. Kleine Stoͤhre werden ausgenommen, gewaſchen, mmit kaltem Waſſer und Salz auſs Feuer geſetzt, langſam gargekocht und eine hollaͤnbiſche, Soſe dabet gegeben.

102) Gekochten Seoͤhr, kalt.

Man nimmt ein Stuͤck von einem großen Stoͤhr und wenn er mit kaltem Waſſer, Satz, Zwie⸗ beln, Lorbeerblaͤttern und Gewuͤrz gargekocht wor⸗ den, läßt man ihn kalt werden. Gewoͤhnlich wird er mit Eſſig und gehackter Peterſilie gegeſſen.

103) Steinbuͤtte und Schullen zu kochen.

Man nimmt ſolche aus, ſchneidet ſie in Stuͤ⸗ cken, legt ſie eine Stunde in friſches Waſſer, waͤſcht ſie aus, kocht ſie mit Waſſer und Salz gar, und

giebt eine beliebige Soſe dabei. 104) Dorſch oder Schellſiſch zu kochen. Die Schellſiſche ſchupt man, die Dorſche aber nicht. Man legt ſie in friſches Waſſer, kocht ſie