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Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch : für angehende Hausfrauen, Wirtschafterinnen und Köchinnen
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ten, Fleiſchbruͤhe zugegoſſen und zuletzt durch ein Haarſieb geſeihet, oder auch die Krebſe ohne Salz geſotten, die Galle davon genommen und alle Schaa⸗ len mit ein wenig Butter klein geſtoßen und in Buts ter gedaͤmpft. Dieſe Butter nun kann man aufbe⸗ wahren und zu Suppen ſo wie zu andern Gerichten gebrauchen.

Vorzuͤglich gute Krebsſuppe bekömmt man auf folgende Art: man kocht in Bouillon, Sellerie und Borre, etwas Portulack oder Drogun, Spargel, gruͤne Erbſen auch Blumenkohl und IFleiſchkloͤße und die Krebsbutter wird unter beſtaͤndigem Ruͤhren zu der Suppe gegoſſen. Wobei aber zu merken iſt, daß man dieſe Krebsbutter nicht wieder kochen laͤst, ſon⸗ dern bis zum Anrichten kochendheiß haͤlt, ſo bleibt ſie durch und durch roth, ſonſt aber rheilt ſie ſich und alles Rothe kommt ſodann oben. Auch kann man die ausgebrochene Krebsſchnauze dazu thun und die Krebskoͤpfe fuͤllen, und einige Eydotter an die Sups pe ſchlagen.

3) Kraͤuterſuppe.

Dazu nimmt man verſchiedene Kraͤuter, als Koͤrbel, Sellerie, Vorre, Kopfſalat, Spinat, Dragun, Sauerrampfer und dergl. Dieſes alles wird von Stengeln abgepfluͤckt, gewaſchen und ſein gehackt. Dann ſetzt man Butter aufs Feuer, daß ſie ſtark bratet, eine Handvoll geriebenes Weißbrod und hierauf die gehackten Kräuter hinein und ruͤhret es fleißig um. Wenn dies durchgebraten iſt, gießt man Fleiſchhruͤhe darauf und laͤßt es damit durchkochen.

4) und 5) Kerbel; und Peterſilienſuppe. Sie werden auf eben die Art wie die Kraͤuter⸗

ſuppe zubereitet, ſo daß man in weißgebrannten Mehl

den Kerbel oder Peterſilie mit durchſchwitzen laͤtzt, ſa

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