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Vollständiges kleines niedersächsisches Kochbuch : für angehende Hausfrauen, Wirtschafterinnen und Köchinnen
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8 viel Fleiſchbrüͤße darauf aisßt, als nothig iſt, einige Eidotter hinennſchlägt, oder auch verſohrne Eler hin einſetzt. Letzteres geſcheht auf folgende Art: es wird ein weites K ſtrell mit wenigem Waſſer aufs Feuer geſetzt, und wenn ſolches zu kochen anfängt, eiwas Eyſig darüher geſprengt. Dann ſchlägt man die Eier eins nach dem andern behurſam hinein, daß ſie nicht anenander komman, und ſo wie ſie anfangen hart zu werden, nimmt man ſie mit dem Schaumlöffel hereus und feat ſie in kaltes Waſſer. Beim Anrich⸗ ten werden ſie in die Suppe gefetzt.

6) Graupenſuppe.

Die Graupen werden mit kaltten Waſſer und ein wenig Butter langſam gar und dann mit Fietſchbrüͤhe

durchgekonn. Man kann auch Wurzelwert und etwas

Senerie daran thun.

7) Griesfuppe. Ohnaefaͤhr 4 Loth Griee quirtt man in ein Maas

kochender Fleiſchbruͤhe, ſchneädet etwas Wurzeſwer?

daran und läßt es eine halbe Szunde kochen. Es kommt etwos Mucscatennuß daran und vor dem An⸗

richten zieht man 3 Eidotter ab und richtet die Sup⸗ ne daruder an. 4

1 8) Rudelſuppe. Auf ein Maas Fieiſchb ühe rechnet man ebenz falls 4 Loth N dein ung verfährt auch wie bei No. 7.

9) Koblſuppe.

Der braune oder gruͤne Kohl, nachdem er verles ſen und gewaſchen iſt, auch etwas Bofre und Selle⸗ rie, auch einige Zwiebeln dazu genommen worden, wird im Kohleimer ganz klein geſtoßen und zuletzt einige Hange voll Haſergruͤtze darzu gethan. Der Kohl wird

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