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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
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38 Die Pflichten

des an ihnen. Eſaj. 1. 6. Auf der⸗ leichen muß man dieſe Worte zie⸗ en. Kan auch ein Mohr ſeine Haut wandlen/ oder ein Parder ſei⸗

ne Flecken? ſo koͤnnet ihr auch Gu⸗

tes thun/ weil ihr des Boͤſen ge⸗ wohnt ſeyt? Jerem. 13. 23. Aber nicht alle ſind in dieſem klaͤglichen Suſtand, oo iſt diß auch, GOtt lob,

nicht die groͤſte Zahl. Ich weiß

wohl, daß es Leuth gibt, die glau⸗

ben, daß alle Menſchen, und auch

die Glaͤubigen ſelbſten in allen Stu⸗ en

t Des Uberſetzers Meynung iſt /) von Natur „» waͤren wir alle in ſolch flägüchem Zuſtand. „» Daß es aber um die Glaͤubigen anderſt ſte⸗ h„ het, haben ſie der unverdienten Gnade „» GOttes zu verdancken, welche man erken⸗ nen, und GOtt daruͤber preiſen und nicht »» verlaͤugnen ſoll; dann einmahl durch GOt⸗ G„» tes Gnad ein Unterſcheid unter den Leuthen » und nicht alle auf gleichem Fuß anzuſehen, „ ſonſt moͤchte es ein Anſehen haben, als ob » man alle Leuth gleich hielte, wodurch der

„ Luſt zur Frommkeit einem manchen vergehen

„» wurd, wann er doch den Gottloſen gleich

» geachtet wurde,