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Die Pflichten Der Tischgenossen Des Herrn / durch Johann Rudolff Osterwald, Pfarrherrn der Französischen Kirchen zu Basel, Nunmehro aber Wegen seines erbaulichen Innhalts, nach der Zweyten, von dem Herrn Verfasser selbst, corrigierten und verbesserten Auflag, ins Teutsche übersetzt
Entstehung
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Vorrede des Uberſetzers.

Ch hielte mich nicht dafuͤr, daß ich etwas wuſte, ohne ICſum Chriſtum, den Gekreuͤtzigten,

ſagte Paulus der hocherleuͤchte⸗

te Apoſtel 1. Cor. 2: 2. welcher ſeine Theologie in dem dritten Himmel ſtu⸗ diert hatte, und der ſein gantzes Wiſ⸗ ſen, in den fuͤr uns arme Suͤnder ge⸗ kreuͤtzigten Heyland geſest Die Menſch⸗ werdung des HErrn IEſu iſt Heilwerth, ſeine Auferſtehung ſiegreich, ſeine Him⸗ melfahrt triumphierend, doch kan der Heyland in keiner beweglichern Geſtallt vorgeſtellt werden, als in ſeiner bluti⸗ gen Geſtallt am Creuͤtz, da Er, nachdem zuvor ſein Heil. Leib durch unbarmher⸗ tzige Geiſſel⸗Streich gantz blutdruͤnſtig gemacht worden, an dem Creuͤtz mit ſpitzigen Dornen ſchmaͤhlich und ſchmertz⸗ hafft gekroͤntem Haupt, und gußgedehn⸗ ten Armen gn Haͤnden und Fuͤſſen, mit ſcharffen Naͤgeln durchſtochen, und da, mit zu dem Hertzen dringendem Gebluͤt, gehangen; als wolte Er gleichſam die gan⸗ tze ſuͤndige Welt mit ſeinem H. Blut traͤn⸗ cken, und ſie darinnen ihre Reiniaung ſu⸗ en,